Neuen Baukredit nehmen und alten Bausparvertrag auszahlen lassen

Mitunter sinnvoll: Bausparvertrag auszahlen lassen

Aufgrund der aktuellen Niedrig-Zins-Situation kann es vorteilhaft sein, sich den Bausparvertrag auszahlen zu lassen.

Bausparen ist in Deutschland besonders beliebt, weil es seit je her mit attraktiven niedrigen Darlehenszinsen verbunden war. Doch aufgrund der aktuellen Niedrig-Zins-Politik sind Banken derzeit häufig günstiger. Deshalb kann es der Verbraucherzentrale Brandenburg zufolge sinnvoll sein, sich den Bausparvertrag auszahlen zu lassen. Letztendlich, so Marlies Hopf von der Verbraucherzentrale in Potsdam, müsste der Kunde bei der Entscheidung auf verschiedene Faktoren achten.

 

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Berechnungskriterien
  • Berechnungskriterien: Festgeld

  • (min. 500,- Euro - Anlagebetrag hat Einfluss auf Höhe der Zinsen)

  • (Anlagedauer hat Einfluss auf Höhe der Zinsen)

Das Bausparprinzip

Durch die aktuell niedrigen Zinsen lohne es sich kaum ein Bauspardarlehen aufzunehmen. Marlies Hopf meint gegenüber n-tv.de hierzu, dass der Kunde für die Aussicht auf ein günstiges Darlehen so über einen langen Zeitraum schlecht gespart hätte. Beim Bausparen gibt es zwei Phasen: Zuerst vereinbaren Bank und Kunde eine Bausparsumme, wovon ein Teil oft zu relativ niedrigen Zinsen angespart wird. Dann folgt die Zuteilung, sprich der Kunde erhält das angelegte Geld und nimmt ein Bauspardarlehen auf, womit der Rest der Bausparsumme finanziert wird. Dieses Bauspardarlehen wird über einen bestimmten Zeitraum mit festen Zinsen getilgt. Das Prinzip wurde viele Jahre damit beworben, sich schon bei Vertragsabschluss die niedrigen Zinsen für den zukünftigen Kredit zu sichern, auch wenn die Zinsen am Markt für Bankdarlehen in die Höhe gingen. Auf diese Weise konnten sich die Banken Kunden sichern, denn viele Verbraucher zogen aufgrund ihres hohen Sicherheitsbedürfnisses einen Bausparvertrag einem Bankkredit vor.

 

Bausparvertrag für Anschlussfinanzierung auszahlen lassen

Die Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe Eigenheim-Spezial) hat vorgerechnet, dass es sich für Bausparer lohnen kann, sich ihren Bausparvertrag auszahlen zu lassen, um damit die Anschlussfinanzierung über eine Bank abzuwickeln. Inklusive Gebühr liegen die Zinsen für Bauspardarlehen häufig bei fünf bis sechs Prozent, vergleichbare Baukredite seien bei Banken schon für um die drei Prozent erhältlich. Selbst Marlies Hopf zeigt sich verwundert über die Zinsenwicklung der letzten zehn Jahre, die so kaum jemand vorhergesehen hat. Jedoch sollte man auch bedenken, dass ein Bauspardarlehen weitaus flexibler sei als ein Bankkredit. Dies könnte ein Argument für Bauspardarlehen trotz niedrigerer Zinssätze sein, so Hopf.

 

Mit Material von n-tv.de

Bild © Eisenhans – Fotolia.com

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