Ökogastarife schonen Umwelt und Geldbeutel

Gastarife: Unterschied Ökogas Biogas Klimatarife

Ökogastarife gliedern sich auf in Biogasangebote und Klimatarife. Vor allem letztere werden immer beliebter.

Im Bereich Strom unterstützen wir alle den Ausbau erneuerbarer Energien – über die EEG-Umlage. Das gilt für alle Stromtarife. Zusätzlich gibt es noch Ökostromtarife, bei denen ganz auf Strom aus regenerativen Quellen gesetzt wird. Doch wie sieht es beim Erdgas aus? Es ist ein fossiler Brennstoff und wird daher nicht zu den erneuerbaren Energien gezählt. Die Umweltbelastung durch das CO2, das durch die Gasverbrennung entsteht, ist im Vergleich zum Heizöl noch gering. Dennoch gilt: Wer mit Gas heizt, verursacht Abgase und trägt zum Klimawandel bei.

 

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Ökogas verspricht den Ausgleich des verursachten CO2

Als Ökogas werden zwei Sorten von Gastarifen bezeichnet. Es gibt die sogenannten Klimatarife, die häufig von Prüfstellen wie dem TÜV zertifiziert werden. Sie funktionieren so: Der Gasanbieter liefert eine bestimmte Menge Gas. Das CO2, das durch die Verbrennung dieser Gasmenge entsteht, wird an anderer Stelle ausgeglichen, beispielsweise durch Aufforstung.

 

Ökogas mit Bio-Anteil setzt auf Methan aus erneuerbaren Quellen

Die zweite Sorte von Ökogastarifen sind Angebote mit Biogas. Dabei handelt es sich in der Regel um konventionelle Erdgaslieferungen, denen ein bestimmter Anteil an Methan, das aus Abfällen oder Energiepflanzen gewonnen wurde, beigemischt wird. Üblich sind fünf oder auch zehn Prozent. Es gibt jedoch auch Tarife, bei denen 100 Prozent Biogas garantiert wird. Diese sind jedoch vergleichsweise teuer.

 

Vor allem Klimatarife werden nachgefragt

Im vergangenen Jahr haben 37 Prozent der Verbraucher, die einen Gasanbieterwechsel über TopTarif oder Verivox in Auftrag gegeben haben, einen Klimatarif gewählt. Eine geringere Nachfrage ist bei den Biogastarifen festzustellen, für die sich weniger als 0,1 Prozent der Kunden entschieden haben.

 

Ökogastarife sind oft günstiger als herkömmliche Gastarife

Wer sich für einen umweltfreundlichen Gastarif entscheidet, muss nicht zwangsläufig mehr bezahlen als bisher. Das gilt vor allem für Kunden, die noch zu den Bedingungen der örtlichen Grundversorgung beliefert werden. Ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh bezahlt im bundesdeutschen Durchschnitt derzeit 1.469 Euro in der Grundversorgung. Im günstigsten Tarif des örtlichen Versorgers sind es dagegen nur 1.248 Euro.

Ökogastarife schneiden vergleichsweise günstig ab. Für die gleiche Menge Gas werden im günstigsten verfügbaren Ökogastarif mit fairen Bedingungen durchschnittlich 823 Euro fällig. Das entspricht einer jährlichen Ersparnis von 646 Euro, wenn aus der Grundversorgung gewechselt wird. Vom günstigsten Tarif des örtlichen Versorgers aus gerechnet sind es immer noch 425 Euro jährliche Ersparnis.

 

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