Ökostrom: Kabinett beschließt EEG-Reform

EEG-Förderung: Was ändert sich 2016?

Die neuesten Änderungen der EEG-Förderung betreffen Besitzer kleiner Photovoltaikanlagen nicht – ihre Vergütung bleibt staatlich festgelegt.

Das Bundeskabinett hat die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) beschlossen. Danach soll die Vergütung für Strom aus erneuerbaren Energien künftig nicht mehr staatlich festgelegt, sondern durch Ausschreibungen am Markt bestimmt werden. Für Besitzer von Kleinanlagen ändert sich aber nichts. Der Gesetzentwurf muss noch den Bundestag und den Bundesrat passieren.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) sprach von einem Paradigmenwechsel. „Mehr Wettbewerb, ein kontinuierlicher Ausbau mit effektiver Steuerung, Begrenzung der Kosten, Akteursvielfalt und Verzahnung mit dem Netzausbau – das sind die Koordinaten für die nächste Phase der Energiewende. Beim jetzt dringend notwendigen Netzausbau wird der Vorrang für Erdkabel nicht als Bremsklotz, sondern als Eisbrecher wirken.“, so Gabriel.

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Förderung von Windkraft

Die Reform sieht vor, dass Windanlagen an Land mit jeweils 2.800 Megawatt (MW) brutto für die kommenden drei Jahre ausgeschrieben werden. Danach steigt die Ausschreibungsmenge auf 2.900 MW brutto pro Jahr. Da aber gerade in Norddeutschland mit Engpässen im Netzausbau zu rechnen ist, wird die Ausschreibungsmenge hier auf den Wert von 58 Prozent des durchschnittlichen Zubaus der Jahre 2013 bis 2015 festgelegt. Die restlichen Ausbaumengen entfallen aber nicht, sondern werden über die übrigen Regionen in Deutschland verteilt. Bei der Offshore-Förderung wird am Ziel einer installierten Leistung von 15.000 MW im Jahr 2030 festgehalten.

Um einen kontinuierlichen Ausbaupfad zu erreichen, werden mit jährlich 730 MW die Ausschreibungsmengen gleichmäßig auf die Jahre 2021 bis 2030 verteilt.

 

Photovoltaik und Biomasse

Für die Förderung von Solaranlagen werden 600 MW pro Jahr ausgeschrieben. Eine zusätzliche Neuerung: Neben Freiflächen müssen sich auch andere große PV-Anlagen ab 750 KW dem Wettbewerb stellen. Der Kompromiss beim heftig umstrittenen Thema Biomasse sieht vor, das für die Jahre 2017, 2018 und 2019 jeweils 150 MW ausgeschrieben werden (Neuanlagen und Bestandsanlagen), in den Jahren 2020 bis 2022 jeweils 200 MW.

Besitzer von kleinen Anlagen bis 750 KW erhalten wie bisher eine festgelegte staatliche Vergütung.

 

Mit Material vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Bild © Thaut Images – Fotolia.com

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