PC-Stromverbrauch: Gaming-Rechner können jährlich hunderte Euro kosten

PC-Stromverbrauch beim Gaming

Der PC-Stromverbrauch beim Gaming kann je nach Komponenten mehrere Hundert Euro Kosten im Jahr verursachen.

Heutzutage gehören Video- und Computerspiele zum Alltag vieler Leute in Deutschland dazu. Laut einer Studie des Bitkom „daddeln“ immerhin 42 Prozent der Bundesbürger, wobei vor allem die jüngere Generation ­– ca. 80 Prozent ­– den Spielen sehr zugeneigt ist. Oft wird auf mobilen Geräten wie Smartphone oder Tablet gespielt, die relativ wenig Strom verbrauchen. Aber auch stationäre Geräte erfreuen sich großer Beliebtheit: 69 Prozent spielen am PC und nutzen zum Teil dafür auch leistungsstarke Gaming-Rechner, die im Vergleich deutlich mehr Energie benötigen. Doch wie viel kostet das Spielen im Jahr wirklich?

 

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Bis zu 400 Euro im Jahr

Prinzipiell beeinflussen drei Faktoren den Verbrauch und damit die Kosten beim Gaming:

 

  1. Hardware-Ausstattung:
    Je leistungsfähiger die Hardware eines PCs ist, desto mehr Strom verbraucht sie in der Regel. Gerade die Grafikkarte und der Prozessor (CPU) haben den größten Energiehunger.
  2. Spieldauer:
    Auch die Länge der Spielzeit ist maßgeblich für den Verbrauch und die Kosten im Jahr. Je länger täglich gespielt wird, desto höher sind beide Werte.
  3. Art des Spiels:
    Ebenso entscheidend ist, was für ein Game gespielt wird. Spiele mit aufwendiger Grafik etc., wie manche aktuellen Rollenspiele oder die meisten Ego-Shooter, nutzen die Hardware intensiver, was die Stromaufnahme letztlich erhöht.

Stromaufnahmen im Vergleich

Wird eine durchschnittliche Spielzeit von etwas mehr als vier Stunden am Tag und dementsprechend ein Verbrauch von ca. 510 Watt veranschlagt, liegt der Jahresverbrauch bei über 740 Kilowattstunden (kWh) – allein für das Spielen. Hinzugerechnet werden muss außerdem die Stromaufnahme u.a. für das Surfen im Internet und das Streamen von Videos etc. In der Summe wird damit ein jährlicher Verbrauch von rund 1.400 kWh erreicht. Dieses Ergebnis hat die Studie des Lawrence Berkeley National Laboratory ermittelt. Somit belaufen sich die Kosten bei einem Strompreis von 27,7 Cent/kWh (Stand: März 2016) auf ca. 390 Euro im Jahr.

 

Bei dieser Rechnung sind auch Peripherie-Geräte mit einbezogen, also Monitor, Lautsprecher etc. Energieaufnahme und Kosten können allerdings noch höher liegen. Werden zum Beispiel drei Monitore verwendet und eine zweite Grafikkarte verbaut, steigt der PC-Stromverbrauch um mehr als 40 Prozent. Hierbei handelt es sich aber um Konfigurationen, die von einem eher geringen Teil der Spieler genutzt werden.

 

Mobilgeräte sind sparsamer und damit günstiger

Gerade Smartphones und Tablets haben durch ihren Akku nur begrenzte Energiereserven. Aus diesem Grund arbeiten diese Geräte sehr effektiv. Wird auf Tablet oder Smartphone gespielt, sind die Kosten und der Verbrauch um ein Vielfaches geringer als beim PC. Im Schnitt liegt der jährliche Preis bei ca. zwei Euro. Auch bei einem Notebook halten sich die Ausgaben mit 15 Euro in Grenzen. Allerdings existieren auch hier Unterschiede: Ähnlich wie bei stationären Computern verbrauchen spezielle Gaming-Notebooks mehr Strom als Office-Modelle.

 

 

Konsolen liegen im Mittelfeld

Gerade die aktuellen Konsolen (Current-Gen) ­– also Playstation 4 und Xbox One – benötigen vergleichsweise viel Strom, aber immer noch weniger als ein Gaming-PC. Die Kosten belaufen sich bei der Xbox One auf 65 Euro und bei der PS4 auf 50 Euro im Jahr. Zusätzlich muss dabei natürlich noch der Verbrauch des jeweiligen Fernsehers und ggf. der Surround-Anlage berücksichtigt werden. Im Vergleich dazu ist Nintendos Wii U stromsparend; sie schlägt im Jahr mit ca. zehn Euro zu Buche. Grundlage für diese Zahlen ist eine US-Studie Natural Resources Defense Council, die eine tägliche aktive Spielzeit von 2,3 Stunden ermittelt hat.

 

 

Mit Material von Bitkom

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