Private Haftpflicht: Wichtiger Schutz für den Alltag

Die private Haftpflicht ist sinnvoll

Die private Haftpflicht gehört zu den wichstigsten Versicherungen. Das zeigt wieder ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamm.

Dass Unfälle mit dem Fahrrad teuer werden können, beweist ein Urteil vom Oberlandesgericht (OLG) Hamm. Ein 11-Jähriger fuhr in eine Frau, die sich daraufhin verletzte. Das OLG bestätigte nun das Urteil vom Landesgericht Dortmund, wonach dem Opfer Schmerzensgeld von gut 50.000 Euro und eine Rente zustehe. Die Kosten übernahm dabei die Haftpflicht des jungen Fahrers.

 

  • Kfz-Versicherungen -
    vergleichen und sparen!
  • Bis zu 850,- Euro sparen
  • Exakte Prämienberechnung
  • Kfz-Versicherungswechsel leicht gemacht!
  • (Anbieter und Verfügbarkeit unterscheiden sich regional)

Damals 11-Jähriger verursacht Unfall

Was war geschehen? Ein damals 11-jähriges Kind fuhr auf der falschen Seite eines Fußweges.

Dabei war der Junge eigentlich zu alt, um dort zu fahren und legte nach Ansicht des Gerichts außerdem eine „hochgefährliche“ Fahrweise an den Tag. Der Junge stieß mit einer Frau zusammen, woraufhin sie schwere Verletzungen erlitt, mehrfach operiert werden musste und seither an Folgeschäden leidet.

Das OLG Hamm bestätigte daher die Forderungen der Klägerin auf Schmerzensgeld und einer monatlichen Rente: Die Haftpflicht des Beklagten musste insgesamt 25.000 Euro Schmerzensgeld zahlen und materiellen Schadensersatz in Höhe von 1.900 Euro leisten. Hinzu kamen einmalig 25.000 Euro Haushaltsführungsschaden und vierteljährlich eine Rente von 820 Euro.

 

Deliktunfähige Kinder mitversichern

Der Fall zeigt, dass die Kosten nach einem Zusammenstoß schnell explodieren können. Da das Kind respektive die Eltern eine private Haftpflichtversicherung hatten, übernahm diese die Kosten. Wenn das Kind jünger als 10 Jahre gewesen wäre, hätte den Eltern auch deliktunfähige Kinder mit absichern müssen. Das bedeutet: Kinder unter 7 bzw. 10 Jahren (gilt nur im Straßenverkehr) müssen in der Haftpflicht gesondert abgesichert werden. Andernfalls ist die Versicherung im Schadensfall nicht verpflichtet, zu zahlen.

In den meisten aktuellen Tarifen für Familien mit Kindern ist dieser Schutz bereits integriert. Eltern, die sich unsicher sind oder noch einen alten Vertrag haben, sollten diesen entsprechend prüfen.

 

Was, wenn keine Haftpflicht vorhanden ist?

Noch schlimmer wäre es gekommen, hätten das Kind bzw. die Eltern keine Haftpflicht abgeschlossen. Dann hätten sie die Kosten eigenständig tragen müssen. Dagegen haben die Versicherer jedoch vorgesorgt und eine Forderungsausfalldeckung in viele aktuelle Verträge eingefügt. Ist der Verursacher – in diesem Fall das Kind – nicht haftpflichtversichert, zahlt die Haftpflicht des Opfers. Auch hier sollten vor allem Verbraucher mit älteren Verträgen nochmals genauer nachschauen.

 

 

Bild: © SVLuma – Fotolia.com

keine weiteren Kommentare mglich.