Privatpatienten: Bei finanziellem Engpass gleich in Basistarif wechseln

PKV-Basistarif: Schneller Wechsel bei Finanznot

Wer als Privatpatient finanziell stark belastet ist, sollte schnellstmöglich in den Basistarif wechseln.

Unverhofft kommt oft – das gilt leider auch für Schicksalsschläge wie eine schwere Erkrankung oder den Verlust des Arbeitsplatzes. Aber auch eine geringe Rente kann das gewohnte Leben auf den Kopf stellen. Fallen dadurch die bisher festen Einnahmen weg, muss man in vielen Bereichen kürzer treten. Auch die Prämien für die private Krankenversicherung (PKV) sind dann mitunter nicht mehr drin. Wer als Privatpatient die monatlichen Beiträge nicht mehr stemmen kann, sollte schnellstmöglich den Wechsel in den günstigeren PKV-Basistarif anstreben. Was dabei wichtig ist, verrät die Verbraucherzentrale Hamburg.

 

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Schneller Wechsel in Basistarif verhindert unnötige Kosten

Die Hamburger Verbraucherschützerin Charlotte Henkel rät finanziell angeschlagenen Privatversicherten, den Antrag auf Wechsel in den Basistarif frühestmöglich beim Versicherer zu stellen. Wer unnötig Zeit verstreichen lässt, muss mit Verzögerungen rechnen. Während dieser Zeit aber fallen weiterhin die teuren Prämien für die private Krankenversicherung an.

 

Gesetzeslücke erschwert Wechsel in Basistarif

Problematisch kann der Wechsel für Verbraucher dann werden, wenn der Versicherer sich auf die fehlende Gesetzgebung beruft: Die Legislative hierzulande hat bisher keinen eindeutigen Zeitpunkt für die Umstufung bestimmt, sodass manche private Krankenversicherungen sie rückwirkend verweigern. Üblicherweise findet der Wechsel in den Basistarif erst ab Antragstellung Berücksichtigung. Das heißt, PKV-Kunden müssen bis zum Eingang des Wechselantrags bei ihrem Versicherer weiter die teuren Prämien zahlen.

 

Antrag auf Basistarif: Das ist zu tun

Wer in den Basistarif der PKV wechseln will, muss folgendes erledigen: Zunächst müssen betroffene Verbraucher bei der entsprechenden Behörde einen Antrag auf Sozialhilfe, Grundsicherung oder Arbeitslosengeld II stellen. Gleichzeitig sollte auch der Versicherer vom Kunden darüber informiert werden, dass dieser den Wechsel wünscht, so Henkel.

Am besten setzt man seiner PKV dafür eine Frist von zehn Tagen. Die Wechselunterlagen sollten dann schnellstmöglich ausgefüllt und an die PKV zurückgeschickt werden – auch dann, wenn die Dokumente beispielsweise vom Sozial- oder Arbeitsamt noch nicht vollständig sind. Diese sind bei Vorliegen dann alsbald nachzureichen.

 

Wechsel von PKV in GKV meist sehr schwierig

Versicherungsnehmer, die von der PKV (zurück) in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) wechseln wollen, müssen sich auf Rückschläge einstellen: Ein solcher Wechsel wird nur in Ausnahmefällen zugelassen und zumeist auch nur dann, wenn man nicht älter als 55 Jahre ist. Wer diese Altersgrenze überschritten hat, hat nur sehr geringe Chancen auf einen erfolgreichen Wechsel in die GKV. Ein Ombudsmann der privaten Krankenversicherer hilft bei derlei Problemen weiter.

 

Mit Material von dpa

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