Rente aufstocken: Nebenverdienst soll erleichtert werden

Kombirente

Die bisherige Grenze, bis zu der Frühpensionäre ihre Rente abzugsfrei aufstocken können, soll erhöht werden.

Das Lebensalter der Deutschen steigt immer weiter. In ihrem Berufsleben durchlaufen Arbeitnehmer entsprechend mehr Stationen, die nun um einen zusätzlichen Karriereabschnitt erweitert werden soll. Bislang dürfen Rentner, die frühzeitig, also vor Erreichen der Altersgrenze, in den Ruhestand treten, ihre Rente nur mit 400 Euro im Monat aufstocken. Wird dieser Betrag überschritten, wird schrittweise das Altersgeld reduziert. Doch nun erwägt das Bundesarbeitsministerium eine deutliche Erhöhung dieses Betrages und hofft somit einen Anreiz für Frühpensionäre zu schaffen. Ursula von der Leyen hat aus diesem Grund die Pläne für die Kombirente überarbeitet, so ein Bericht vom Manager Magazin Online.

 

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Rente aufstocken mit mehr als 400 Euro

Die bisherige starre Grenze für das Aufstocken der Rente soll den Plänen der Ministerin zufolge erhöht werden – und zwar auf den Wert des höchsten Einkommens, den ein Frühpensionär in den letzten 15 Jahren verdient hat. Dieser Wert übersteigt somit alle Pläne, die bislang von der CDU-Politikerin erwogen wurden. Doch die Kombirente soll nicht für alle Frührentner gelten, sondern nur für über 63-Jährige, die einen Nachweis über 35 Versicherungsjahre erbringen können. Lediglich Schwerbehinderte können die Kombirente auch schon früher in Anspruch nehmen. Bislang lag die Altersgrenze in diesem Fall bei 60. Sie wird aber seit Jahresbeginn schrittweise auf 62 erhöht.

 

BDA begrüßt Pläne von der Leyens

Rückendeckung erhält die Bundesarbeitsministerin von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), die eine Lockerung der Hinzuverdienstgrenzen in jedem Fall positiv bewertet. Begrüßen würde die BDA allerdings, wenn die Grenzen vollständig wegfallen würden, da sich diese für die Betroffenen wie ein Arbeitsverbot anfühlen und die Anwendung zu kompliziert ist. Kritisiert werden die Pläne hingegen vom DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. Ihrer Ansicht nach stellt die Kombirente keine Lösung für die Probleme der Rente mit 67 dar. Zwar können die Betroffenen ihre Rente aufstocken, müssen aber mit höheren Abschlägen rechnen. Dauerhaft müssen sie sogar eine Kürzung der Rente um bis zu 14,4 Prozent in Kauf nehmen.

 

Neuer Vorstoß bei Bekämpfung der Altersarmut

Doch von der Leyen setzt sich nicht nur für Neuerungen bei der Kombirente ein. Neue Vorstöße macht die Ministerin auch bei der Bekämpfung der Altersarmut. Damit mehr Geringverdiener Anspruch auf Aufstockung haben, soll die Zuschussrente künftig leichter zugänglich sein. Die Anhebung der Minirente soll hierzu nicht pauschal auf 850 Euro erfolgen. Vielmehr ist geplant, die Zuschussrente entsprechend der zuvor gezahlten Beiträge festzusetzen, sodass sie maximal auf 850 Euro steigt. Bis 2030 sollen auf diese Weise knapp 1,36 Millionen Rentner von der geplanten Zuschussrente profitieren.

 

Mit Material von Manager Magazin Online

Bild © cammer – Fotolia.com

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