Rentenreform 2014: Änderungen haben ihren Preis

Rentenreform 2014

Mit der Rentenreform 2014 fallen bis zum Jahr 2030 Kosten in Höhe von 160 Milliarden Euro an.

Am vergangenen Donnerstag wurde das neue Rentenkonzept 2014 vorgestellt. Es soll bis zum Jahr 2020 60 Milliarden Euro Mehrkosten verursachen. Wenn der Entwurf am 29. Januar vom Bundeskabinett abgesegnet wird, wird er bis zum kommenden Juli von Bundestag und Bundesrat beschlossen sein und in Kraft treten können. Die Änderungen durch die Rentenreform 2014 umfassen unter anderem die Anerkennung von Kindererziehungszeiten, eine Erhöhung der Rente für Erwerbsgeminderte und eine abschlagsfreie Rente ab 63 für langjährig Versicherte.

 

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Mehr Geld für Erwerbsgeminderte und Geringverdiener

Bei einer Einzahlung in die Rentenkasse über 45 Jahre hinweg ist ein abschlagsfreier Renteneintritt nach der Rentenreform 2014 schon ab einem Alter von 63 Jahren möglich. Dies wird jedoch bis zum Jahr 2029 aufgrund der verlängerten Lebensarbeitszeit auf 65 Jahre erhöht. Dabei werden Pflichtbeiträge, Kindererziehungszeiten sowie Zeiten des Bezugs von Kurzarbeitergeld, Schlechtwettergeld oder Insolvenzgeld angerechnet. Auch Phasen der Arbeitslosigkeit werden berücksichtigt, sofern Arbeitslosengeld I bezogen wurde, Hartz IV-Empfänger hingegen bleiben unberücksichtigt. Im Falle der Rente für Erwerbsgeminderte wird diese durch die Rentenreform 2014 so berechnet, als ob bis zum Alter von 62 Jahren Beiträge gezahlt worden wären. Daraus ergeben sich Zuschläge von etwa 40 Euro im Monat. Eine weitere Änderung der Rentenreform 2014 ist, dass die Rente von Geringverdienern bei einer Einzahlung über 40 Jahre ab 2017 auf etwa 850 Euro im Monat aufgestockt werden soll.

 

160 Milliarden Euro Kosten bis 2030

Mit der Rentenreform 2014 sollen Eltern von Kindern, die vor 1992 geboren sind, für deren Erziehungszeit einen Entgeltpunkt mehr erhalten, wodurch sich die Rente im Westen um circa 28 Euro und im Osten um ungefähr 26 Euro im Monat erhöht. Die Aufstockung wird ab 1. Juli 2014 als Zuschlag gezahlt, wobei es jedoch zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Die Mehrkosten, die durch die Rentenreform 2014 entstehen, betragen bis zum Jahr 2020 insgesamt 60 Milliarden Euro und bis 2030 sogar 160 Milliarden Euro. Finanziert werden soll dies durch einen Steuerzuschuss ab 2019 sowie aus den Rücklagen der Rentenkasse, die durch den Verzicht auf eine Beitragssenkung weiter ansteigen werden. Bis zum Jahr 2030 soll der Rentenbeitrag schrittweise auf 22 Prozent gesteigert werden. In der Politik stößt die Rentenreform 2014 bereits jetzt auf heftige Kritik.

 

Mit Material von  tagesspiegel.de                

Bild © Kautz15 – Fotolia.com

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