
Vor Abschluss einer Riester-Rente sollten Verbraucher auf die garantierte Rente achten und verschiedene Angebote vergleichen.
Für einen besseren Überblick über das Einkommen im Alter erhalten Arbeitnehmer einmal im Jahr eine Renteninformation per Post. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sie mindestens 27 Jahre alt sind und bereits 60 Monate in die Rentenversicherung eingezahlt haben, so die Aktion „Finanzwissen für alle“ der Fondsgesellschaften. Trotzdem haben junge Menschen auch die Möglichkeit, sich Informationen über ihr Rentenkonto einzuholen. Hierzu reicht es aus, beim Deutschen Rentenversicherung Bund einen Versicherungsverlauf anzufordern. So erhält man schon in jungen Jahren einen Zwischenstand zu den Einzahlungen in die gesetzliche Rentenkasse. Dann kann man gegebenenfalls Vorsorgemaßnahmen treffen.
Garantierte Riester-Rente wichtig
Wer mit einer Riester-Rente vorsorgen will, sollte vor Vertragsabschluss auf die garantierte Rente achten. Dieser Wert gibt an, was nach dem Ende der Vertragslaufzeit ausgezahlt wird, so Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Die Angabe ist normalerweise in jedem Riester-Renten-Angebot aufgeführt, weshalb sich die unterschiedlichen Riester-Versicherungen einfach miteinander vergleichen lassen. Man solle sich nicht von der prognostizierten Rente in den Angeboten locken lassen, denn bei diesen Werten sei nicht klar erkennbar, welche Renditen angenommen wurden und inwiefern Kosten für den Vertrag berücksichtigt wurden.
Andere Ländern Riestern anders
Obwohl das Riester-Renten-Modell mit mittlerweile 15 Millionen Riester-Verträgen bei den Deutschen an Beliebtheit gewinnt, werden nach zehn Jahren nur etwa ein Drittel der Förderberechtigten erreicht. Andere Staaten erreichen auch mit nichtfinanziellen Maßnahmen weitaus mehr Menschen, so eine aktuelle Untersuchung des Deutschen Instituts für Altersvorsorge. Beispielsweise gibt es in Neuseeland oder Großbritannien sogenannte Opting-Out-Modelle, nach denen alle Arbeitnehmer, die eine neue Stelle antreten, automatisch in ein Förderprogramm aufgenommen werden, dass private Altersvorsorge mit staatlicher wie betrieblicher Förderung kombiniert. Auch eine auffällige Art der Kommunikation bringt Erfolg: In Schweden werden jährlich orangefarbene Briefe an alle Arbeitnehmer verschickt. Darin erfährt der Adressat alle notwendigen Informationen zu seinen getätigten Einzahlungen. So weiß er, in welchem Bereich der Vorsorge er nachbessern muss.
Mit Material von dpa und DIA
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