Roaming: EU-Kommission verschärft den Wettbewerb

Roaming

Durch weitere Preisdeckelungen soll das EU-Roaming in Zukunft billiger werden

Die EU-Kommission präsentierte heute einen Vorschlag, der auf dem europäischen Mobilfunkmarkt den Wettbewerb verschärfen soll. Kurzfristiges Ziel ist es, dass Reisende in Europa zukünftig weniger für Handytelefonate und mobiles Internet zahlen. Langfristig will die Kommission erreichen, dass die Kosten für Roaming auf dem alten Kontinent ganz entfallen. Hierzu gibt es besondere Regelungen für die Zukunft.

 

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Zwei Verträge mit einer Nummer

Ab 2014 sollen Handybesitzer zwei Mobilfunkverträge mit einer Nummer abschließen können. Der eine Vertrag wird mit einem Anbieter aus dem EU-Heimatland geschlossen, der zweite Vertrag gilt für Reisen ins EU-Ausland. Die Roaming-Dienstleistungen sollen beim zweiten Vertrag deutlich günstiger sein. Durch diese Regelung sollen mehr Anbieter in den Wettbewerb einsteigen, die Preise drücken und die Dienstleistungen verbessern. Diese Regelung sei effektiver als die Preisvorgaben, die von den Betreibern nach Erlass stets nur knapp unterboten wurden. Die EU-Kommissarin Neelie Kroes stellte richtig fest, dass der Markt heute nicht funktioniert.

 

Preise sollen weiter sinken

Ab Juli 2012 gibt es erstmals auch eine Preisdeckelung für das mobile Internet: Dann würden pro Megabyte maximal 90 Cent fällig. Ab dann soll der Höchstpreis bis 2014 auf 50 Cent pro Megabyte fallen. Wer heute im EU-Ausland surft, zahlt durchschnittlich 2,60 Euro pro Megabyte. Damit würde den Betreibern die Goldgrube Daten-Roaming zugeschüttet werden. Allein 2009 setzten europäische Mobilfunkbetreiber mit Roaming knapp fünf Milliarden Euro um. Die EU-Kommission hat sich vorgenommen, auch weiterhin die Roaming-Preise mittels Deckelung sinken zu lassen; eine Entwicklung, von der alle europareisende Bundesbürger profitieren.

 

Mit Material von dpa

Bild © topshots – Fotolia.com

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