Router sichern: Daten und Netzwerk richtig schützen

Router sichern: Verschlüsselung mit Passwort wichtig

Wer seine Daten vor dem unerlaubten Zugriff Dritter schützen will, muss seinen Router sichern – per Passwort.

Das Thema „Router sichern“ ist nicht nur aus aktuellem Anlass wichtig: Künftig fällt bei offenem WLAN die sogenannte Störerhaftung weg – so sehen es zumindest aktuelle Pläne der Bundesregierung zu einem neuen WLAN-Gesetz vor. Für Betreiber von öffentlichen WLAN-Hotspots bedeutet diese Neuregelung, dass sie nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden, wenn Nutzer über den Zugang des Betreibers Ordnungswidrigkeiten oder gar Straftaten begehen.

Aber auch unabhängig von der Gesetzesnovelle empfehle sich die richtige Sicherung und Verschlüsselung des eigenen Netzwerks, so Bitkom-Sprecher Maurice Shahd.

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Gute Gründe, den Router zu sichern

Über den Router zu Hause erhalten Nutzer nicht nur Zugang zum Internet, sondern auch zum lokalen Netzwerk und zu Privatdaten, die sich auf Geräten befinden, die mit dem Router verbunden sind. Eine fehlende Sicherung des Routers ermöglicht Dritten den leichten Zutritt zu Netzwerk und Daten. Datenklau ist dabei nicht auszuschließen.

 

Router sichern: So geht’s

Um die Datenübertragung im WLAN zu schützen, braucht es eine Verschlüsselung. Je nach Gerät bieten verschiedene Router dafür unterschiedliche Standards an. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät zur Nutzung des WPA2-Standards. Dieser wird von den meisten modernen Routern unterstützt. Router älterer Jahrgänge verfügen oft nur über WPA- oder WEP-Standard. Von Letztgenanntem sollten Nutzer nach Angaben des BSI jedoch die Finger lassen, da die Technik veraltet ist und mitunter Sicherheitslücken auftreten.

Wird der Router wie empfohlen bei der Einrichtung verschlüsselt, ist das Netzwerk nur noch über ein Passwort zugänglich.

 

Was ist bei der Wahl des Router-Passwort wichtig?

Wer seinen Router sichern will, sollte laut BSI bei der Zusammenstellung des Passwortes drauf achten, dass dieses aus mindestens 20 Zeichen besteht. Die Kombination sollte eine willkürliche Mischung aus Klein- und Großbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen sein. Unbedingt vermieden werden sollten Begriffe aus dem Wörterbuch oder einfach auszuspionierende Kombinationen wie beispielsweise Buchstaben- oder Zahlenfolgen auf der Tastatur.

 

Eingeschränkter Gastmodus im Netzwerk für Freunde und Besucher

Aktuelle Router verfügen in den meisten Fällen über eine Gastmodus-Option, weiß Johannes Weicksel vom IT-Verband Bitkom. Darüber können beispielsweise Freunde oder Übernachtungsgäste zwar den Internetzugang in den eigenen vier Wänden nutzen, kommen aber nicht auf das lokale Netzwerk.

 

Unitymedia-Modems bald öffentliche Hotspots für jedermann?

Wichtig wird die richtige Absicherung des eigenen Routers auch vor dem Hintergrund, dass der Kabelnetzbetreiber Unitymedia plant, die Kabelmodems seiner Kunden zu öffentlich zugänglichen WLAN-Hotspots umzufunktionieren. Auf diese Weise sollen bis Ende 2016 rund 1,5 Millionen freie Drahtlos-Zugänge entstehen.

 

Mit Material von dpa, golem.de

Bild © Piotr Adamowicz – Fotolia.com

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