Rückwirkend versichern? Die ARAG macht’s neuerdings möglich!

Rückwirkender Versicherungsschutz von der ARAG

Sich rückwirkend zu versichern, gab es bisher nicht. Die ARAG ermöglicht es neuerdings – zumindest bei ihrer Verkehrsrechtschutzversicherung.

Damit erfüllt sich wohl für viele ein Traum: Eine Versicherung dann abschließen, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Für gewöhnlich zahlt die Versicherung nicht für Schaden, wenn sie in der Vergangenheit liegen. Nicht so die neue Rechtschutzversicherung der ARAG. Sie zahlt auch dann, wenn der Schaden bereits entstanden ist. Die spannende Frage lautet: Ist das Konzept für Verbraucher empfehlenswert und für den Versicherer auch wirtschaftlich?

 

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Unter welchen Bedingungen zahlt die Versicherung?

Prinzipiell übernimmt die „Verkehrsrechtschutz Sofort“ die gerichtlichen und außergerichtlichen Anwaltskosten. Wer beispielsweise eine rote Ampel überfährt weil die Sonne blendet, kann mit einer Geldbuße von 200 Euro, zwei Punkten in Flensburg und dem Entzug der Fahrerlaubnis für einen Monat rechnen. Würde der Anwalt ein höheres Bußgeld statt des Fahrverbots erwirken, übernimmt die Rechtschutz die veranschlagten Kosten von 880 Euro für den Anwalt.

 

Mehr als 40 % teurer als Marktdurchschnitt

Den „Versicherungsschutz für danach“ lässt sich die ARAG allerdings gut bezahlen: Ein Single mit einem Fahrzeug zahlt jährlich 229 Euro, wenn er den Betrag als Einmalzahlung begleicht. Bei monatlicher Zahlweise werden es hingegen 245 Euro im Jahr. Eine Rechtschutzversicherung mit umfassendem Schutz gibt es aber für rund 156 Euro im Jahr. Zwar ist hier ein Selbstbehalt von 150 Euro enthalten, der entfällt jedoch, wenn ein Anwalt aus dem bundesweiten Partnernetzwerk von Rechtsanwälten gewählt wird.

 

Und wo ist der Haken?

Der Teufel steckt bekanntlich im Detail – so auch hier. Nicht nur der erhöhte Jahresbeitrag hinterlässt einen faden Beigeschmack. Verbraucher vereinbaren beim Abschluss eine Vertragslaufzeit von drei Jahren und können nur Schäden innerhalb der letzten drei Monate geltend machen. Zudem kann die ARAG Antragssteller ablehnen: Entweder besteht keine hinreichende Aussicht auf Erfolg oder die Anwaltskosten (z.B. 15.000 Euro) stehen in keinem Verhältnis zum Streitwert (z.B. 150 Euro).

 

Wer Vorsatzstraftaten begeht wie Unfallflucht, Trunkenheit oder Körperverletzung, hat natürlich keinen Anspruch auf den rückwirkenden Versicherungsschutz. Wobei in der Regel keine Rechtschutzversicherung bei vorsätzlichen Straftaten schützt. Insofern beschränkt sich die Leistungen auf fahrlässige Ordnungswidrigkeiten und Unfälle im Straßenverkehr.

 

Mehrwert für den Verbraucher?

Meist ist es sinnvoller, eine Rechtschutzversicherung für die Zukunft und nicht rückwirkend abzuschließen. Zum einen erhalten Verbraucher hier einen Schutz über das Verkehrsrecht hinaus, zum anderen zahlen sie dafür sogar weniger. Außerdem können Antragssteller den Versicherungsvertrag auf ein Jahr begrenzt abschließen.

 

Unter gewissen Umständen kann sich die Rechtsschutz der ARAG lohnen: Wer sich keinen Anwalt leisten kann oder mit hohe Gerichtskosten rechnen muss, der kann darüber nachdenken. Allerdings sollten Interessierte die Kosten für die Vertragslaufzeit von drei Jahren nicht vergessen und daher genau kalkulieren.
Mit Material der ARAG

Bild: © James Steidl – Fotolia.com

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