
Solarstrom deckte 3 Prozent des deutschen Stromverbrauchs im Jahr 2011 ab.
Solarenergie ist auf dem Vormarsch: 2011 wurden in Deutschland im Vorjahresvergleich 60 Prozent mehr Solarstrom produziert. Insgesamt wurden 18 Milliarden Kilowattstunden (kWh) der grünen Energie ins Stromnetz eingespeist, so der Bundesverband Solarwirtschaft. Dies entspreche ungefähr drei Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland. Als Gründe für die erhöhte Produktion nennt der Bundesverband die immens angestiegenen Preise für Gas und Öl sowie die drastisch gesunkenen Kosten für die Solaranlagen. Die Preise seien hier um mehr als die Hälfte gesunken.
Billigkonkurrenz und Förderungskürzung als großes Hindernis
Doch neben der stark erhöhten Produktion gibt es im Bereich der Solarenergie auch eine große Schattenseite. Deutsche Solarunternehmen sind aufgrund einbrechender Märkte und dem starken Preisdruck durch die Billigkonkurrenzaus China in Schieflage geraten. So mussten bereits zwei Unternehmen im Dezember einen Insolvenzantrag stellen – Solon und Solar Millenium. Weiterhin beklagt sich die Branche über die Planungsunsicherheit wegen der Kürzungen im Bereich der Solarstromförderung. Carsten Körnig vom Bundesverband Solarwirtschaft fordert daher politische Verlässlichkeit von der Bundesregierung. Dies sei für den fortlaufenden Ausbau der erneuerbaren Energien unerlässlich.
Mit Material von dpa
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