Solarthermie vs. Photovoltaik: Wie funktionieren Solaranlagen?

Welche unterschiedlichen Solaranlagen gibt es?

Wie funktionieren Solaranlagen? Zwischen Solarthermie und Photovoltaik gibt es feine Unterschiede.

Sowohl Privatverbraucher als auch Betriebe setzen verstärkt auf erneuerbare Energien, zum Beispiel in Form von Solaranlagen. Unterschieden wird dabei zwischen Solaranlagen für die Stromproduktion einerseits und Anlagen für die Warmwasserbereitung sowie zur Unterstützung der Heizung andererseits. Doch wie funktionieren diese beiden Solaranlagen eigentlich? Die schleswig-holsteinischen Verbraucherschützer erklären den Unterschied zwischen beiden Varianten: Während Photovoltaikanlagen über auf dem Dach installierte Module laufen, besitzen Thermieanlagen Kollektoren.

 

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Energie für zu Hause: Wie funktionieren Photovoltaikanlagen?

Ein Photovoltaik-Modul ist aus einer Vielzahl von Solarzellen zusammengesetzt. Eine entsprechende Solaranlage produziert Energie für die eigenen vier Wände, indem die Solarzellen Sonnenenergie aufnehmen und anschließend an einen Wechselrichter weitergeben. Dieser sorgt für die Umwandlung von Gleichstrom in Wechselstrom. Dieser Vorgang ist für das Einspeisen der Energie ins Stromnetz erforderlich. So kann der Strom im nächsten Schritt mittels Einspeisezähler ins öffentliche Stromnetz geleitet werden – oder der Verbraucher nutzt seinen Strom direkt selbst zu Hause.

Ein zusätzlicher Solarspeicher bietet zudem die Möglichkeit, den produzierten Strom zwischenzulagern. Dann kann er auch in sonnenarmen Zeiten für den Eigenverbrauch zum Einsatz kommen.

 

Solarthermieanlagen: So funktionieren die Kollektoren fürs Haus

Eine Solarwärmeanlage besteht aus charakteristischen Flachkollektoren. Diese wiederum setzen sich aus einer Glasscheibe inkl. Dämmschicht, einem schwarzen Blech und einem Rohr – dem sogenannten Absorber – zusammen. Dieser transportiert ein Wasser-Frostschutzmittel-Gemisch. Dieses erhitzt sich und leitet die Wärme über einen Wärmetauscher an einen Solar- oder Pufferspeicher weiter. Hat sich die Flüssigkeit wieder abgekühlt, wird sie zurück zum Kollektor gepumpt.

Den Pufferspeicher kann man sich wie ein Wärme-Zwischenlager vorstellen. Je nach Bedarf verteilt sich von dort aus die Wärme an das Warmwasser- oder das Heizsystem. Scheint nicht genug Sonne, wird das System über eine Zusatzheizung versorgt.

 

Röhren- oder Flachkollektoren? Vor- und Nachteile

Hierzulande werden hauptsächlich Flachkollektoren auf den Häuserdächern verbaut. Indem der Absorber unter der Glasplatte die Wärme aufnimmt, wandeln die Kollektoren Sonnenstrahlung in Wärme um. Der Nachteil der Flachkollektoren ist, dass sie höhere Wärmeverluste aufweisen. Weniger Wärmeverluste hingegen haben Röhrenkollektoren. Diese arbeiten nach dem Prinzip einer Thermoskanne; die Wärme wird in Vakuumröhren gespeichert. Röhrenkollektoren benötigen weniger Platz als Flachkollektoren, um die gleiche Leistung zu erbringen. Dafür sind sie allerdings auch teurer.

 

Mit Material von dpa

Bild © Mainova AG

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