Sonntagsfrage: Was ändert sich für Autofahrer 2016?

Was ändert sich für Autofahrer im Jahr 2016: Fakten im Überblick

Neue Gesetze des Verkehrsministeriums – was ändert sich für Autofahrer im Jahr 2016?

Der 1. Januar stellt nicht nur den Start ins neue Jahr dar, auch ist er häufig Stichtag für viele Gesetzesänderungen, die ab dann gültig sind. Die Onlineausgabe des Magazins FOCUS informiert über die Änderungen, die Autofahrer mit dem Jahreswechsel 2015/2016 erwarten. Neu in Kraft tritt zum einen eine Steuerbefreiung für Elektroautos, zum anderen neue Plaketten und somit Fristen für anstehende Hauptuntersuchungen. Außerdem weisen Versicherungen neue Typ- und Regionalklassen auf. Zudem soll die Sicherheit von Motorradfahrern erhöht werden, auch Fußgänger sollen sicherer unterwegs sein: Es wird neue Kriterien für die Ermittlung von Crash-Tests geben. Lesen Sie hier alles zur Frage: Was ändert sich für Autofahrer 2016?

 

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Plakette am Nummernschild prüfen

Kfz-Halter sollten ihre Hauptuntersuchungs-Plakette (HU) überprüfen. Denn wer ab Januar 2016 immer noch mit gelber HU-Plakette durch die Straßen fährt, der muss mit einem Bußgeld rechnen, wenn die Polizei kontrolliert. Länger als zwei Monate sollten bis zur nächsten HU nicht vergehen, denn dann kann es teuer werden. Zugelassen sind ab Jahresauftakt nur noch die Farben Braun (HU bis Ende 2016), Rosa (bis Ende 2017) und Grün (gültig bis Ende 2018). Wer seinen Wagen neu zulässt, erhält eine orangefarbene Plakette und kann mit dem TÜV-Termin erst einmal drei Jahre warten (2019). Zur Erinnerung: Der für den TÜV anstehende Monat ist als Zahl oben auf der Plakette zu sehen.

 

Was ändert sich für Autofahrer 2016 bei der Kfz-Steuer?

Geld sparen kann, wer ab dem 01. Januar ein reines Elektrofahrzeug fährt. Der Staat belohnt Halter von Elektroautos mit einer Befreiung der Kfz-Steuer für fünf Jahre. Wer seinen Elektrowagen bis zum Ende des Jahres 2015 zugelassen hat, konnte sich noch über ganze zehn Jahre ohne Kfz-Steuer freuen. In diesem Zusammenhang weist der FOCUS darauf hin, dass sich die Steuerbefreiung auch beim Verkauf des Elektroautos für den verbliebenen Zeitraum auf den neuen Halter überträgt und der Vorteil somit nicht verloren geht. Im Übrigen zählen Fahrzeuge mit Hybridantrieb und Range-Extender nicht zu Elektrofahrzeugen, wie aus dem Kraftfahrzeugsteuergesetz hervorgeht.

 

Was ändert sich in der Kfz-Versicherung 2016?

Änderungen in den Typ- und Regionalklassen der Kfz-Haftpflichtversicherungen sorgen dafür, dass ab Anfang 2016 die einen mehr, die anderen weniger für ihre Versicherung zahlen. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) werden etwa 20 Prozent der Autohalter herabgestuft und zahlen somit weniger. 15 Prozent wiederum müssen damit rechnen, heraufgestuft zu werden und mehr für ihre Versicherung zu zahlen. Günstigere Versicherungswerte sind vor allem in den nördlichen Bundesländern, nämlich Brandenburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen zu erwarten. Berlin stellt in dieser Region jedoch eine Ausnahme dar, die Berliner Autohalter werden mehr für ihre Kfz-Versicherung zahlen müssen. Weniger Bewegung gibt es bei den Typ- und Regionalklassen in den Teil- und Vollkaskoversicherungen, die laut GDV für etwa 90 Prozent der Kfz-Halter unverändert bleiben. Als vorbildlich hat sich die Regionalklasse Wesermarsch in Niedersachen erwiesen, die die beste Schadensbilanz in der Vollkasko-Versicherung aufweisen kann, bei der Teilkasko ist es der Bezirk Münster (Westfalen). Schlusslicht ist der Landkreis Ostallgäu, dort kostet die Regulierung eines Unfalls überdurchschnittlich viel. Unter anderem anhand solcher Statistiken ermitteln die Versicherer die zu zahlenden Beiträge für das neue Jahr.

 

Auch Motorradfahrer müssen mit Änderungen 2016 rechnen

Nicht nur Autofahrer, auch Fahrer von Motorrädern sind ab dem 01.01.16 von Änderungen betroffen. Neue Abgasvorschriften sehen vor, dass Motorräder, die ab dem ersten Januars 2016 eine Typengenehmigung erhalten, die Euro-4-Norm erfüllen müssen. Viele Hersteller stehen damit vor einer Aufgabe, die schwierig anmutet, jedoch der Umwelt hilft. Neu ist zudem, dass ab dem Stichtag alle Motorräder mit einem Hubraum von über 50 Kubikzentimetern über ABS und ein Kombi-Bremssystem verfügen müssen. Diese Änderung gilt auch dann, wenn die Höchstgeschwindigkeit des Motorrads über 45 km/h liegt. Ausgenommen sind alte Motorräder, die nicht nachgerüstet werden müssen.

 

Fußgänger-Sicherheit erhöhen

Schließlich müssen nicht nur Autofahrer, sondern auch Hersteller von Autos auf Änderungen achten. Die Crash-Tester von EURO NCAP nehmen in ihren Tests ab 2016 auch die Bewegungen von Fußgängern in die Erkennung mit auf. Wer als Hersteller seinen Wagen als sicher und mit voller Punktzahl bewertet haben möchte, der muss beweisen, dass der Wagen bis zu einer Geschwindigkeit von 40 km/h ein Zusammenstoß mit Fußgängern verhindern kann. Bei Kontakt eines Wagens mit dem Fußgänger bei 60 km/h müssen Verletzungen des Fußgängers nachweislich vermindert werden.

 

Mit Material von FOCUS ONLINE, AutoMotorSport, GDV

Bild © Firma V – Fotolia.com

 

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