Sonntagsfrage: Was ist Mediation?

Was ist Mediation? – Info

Die Mediation ist ein Verfahren der außer-gerichtlichen Streit-beilegung. Rechtsschutz-versicherungen übernehmen auch hier häufig die Kosten.

Nicht selten kommt es vor, dass sogar kleinste Streitigkeiten vor dem Zivilgericht ausgetragen werden. Aber soweit muss es in vielen Fällen gar nicht kommen. Im Rahmen einer Mediation haben Konfliktparteien die Möglichkeit, sich außergerichtlich zu einigen. Somit kann ein zeit- und kostenintensiver Gerichtsprozess vermieden werden.

 

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Die alternative Streitschlichtung

Doch was ist Mediation? Eine Mediation ist eine alternative Streitbeilegung. Bei diesem Verfahren versuchen die Konfliktparteien mit Hilfe professioneller Vermittler, den sogenannten Mediatoren, selbst eine Lösung des Konfliktes zu erarbeiten. Die Mediation läuft dabei idealerweise nach einem strukturierten Verfahren ab, welches die Auftragsklärung, eine Beleuchtung der Sachlage, die Lösungsfindung und eine Abschlussvereinbarung beinhaltet.

 

Das Mediationsgesetz

Am 26.7.2012 trat das Mediationsgesetz in Kraft. Dieses Gesetz beantworte nicht nur die Frage „was ist Mediation?“, sondern verleiht dem Mediationsverfahren auch eine gesetzliche Grundlage. Dabei wird zunächst betont, dass es sich um ein freiwilliges Verfahren handelt, dass jederzeit beendet werden kann. Darüber hinaus ist die Mediation vertraulich, sodass Inhalte nicht öffentlich gemacht werden dürfen. Nach dem Mediationsgesetzt ist der Mediator allen beteiligten Konfliktparteien gleichermaßen verpflichtet, wobei er neutral und unabhängig agiert. Zudem hat sich der Mediator laut Gesetz zu vergewissern, dass alle Beteiligten die Grundsätze und den Verlauf der Mediation verstanden haben und freiwillig daran teilnehmen. Die Mediatoren haben die Pflicht, darauf einzuwirken, dass die Parteien die Einigung in der Kenntnis der Sachlage treffen und deren Inhalt verstanden haben. Mediatoren müssen genauestens dokumentieren, wie sie ihren rechtlichen Verpflichtungen nachgekommen sind und dies auch von den Konfliktparteien bestätigen lassen. Mit dem Erlass des Gesetzes treten ebenfalls Änderungen verschiedener Gerichtsverfahrensgesetze in Kraft, die für die Praxis von Rechtsanwälten und Richtern von großer Bedeutung sind. Seit einer dementsprechenden Änderung der Zivilprozessordnung muss z. B. der Anwalt beim Einreichen einer Zivilklage angeben, ob vor der Klageerhebung ein Versuch der Mediation stattgefunden hat. Die Klageschrift soll zudem Äußerungen darüber enthalten, ob dem Mediationsverfahren Gründe entgegenstehen. Ähnliche Regelungen gelten auch in Verfahren von Familiensachen und Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit. Die Richter erhalten durch das Gesetz die Möglichkeit, die Parteien an einen nicht entscheidungsbefugten Richter, den sogenannten „Güterichter“, zu verweisen oder selbst das Verfahren der Mediation vorzuschlagen.

 

Rechtschutzversicherung hilft bei Mediation

Neben der Frage „Was ist Mediation“, beschäftigen sich Konfliktparteien häufig mit dem Aspekt, wer die Kosten für das außergerichtliche Verfahren übernimmt. Immer mehr Rechtschutzversicherungen bieten die Mediation in ihren Tarifen an. Die Kosten einer Mediation werden aber nur dann von der Versicherung übernommen, wenn diese den Mediator selber wählt. Nur in den seltensten Fällen besteht daher freie Mediatorenwahl für die Betroffenen. Zusätzlich muss die Mediation ein Rechtsgebiet betreffen, welches durch die Police abgedeckt wird. Darüber hinaus gibt es Versicherer, die eine Mediation auch in Fällen anbieten, in denen die Rechtsschutzversicherung die Übernahme der Verfahrenskosten im Normalfall ablehnt.

 

Mit Material von deutsche-stiftung-mediation.de, handelsblatt.com, test.de

Bild © James Steidl – Fotolia.com

 

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