Sonntagsfrage: Was kostet eine Kilowattstunde Strom?

Was kostet eine Kilowattstunde

Der Stromzähler dreht sich in den meisten Haushalten unaufhörlich – die wenigsten Verbraucher wissen jedoch, was eine Kilowattstunde Strom tatsächlich kostet.

Nicht zuletzt aufgrund der Energiewende steigen die Strompreise für Verbraucher in Deutschlands unaufhörlich. Immer mehr Stromkunden wollen angesichts horrender Haushaltskosten genau wissen, was sie für Strom bezahlen. Neben dem monatlichen Grundpreis, den Stromversorger für den Strombezug berechnen, hängt die jährliche Rechnung auch vom sogenannten Arbeitspreis ab. Dabei handelt es sich um einen verbrauchsabhängigen Preis, der auf der Basis der genutzten Kilowattstunden (kWh) ermittelt wird. In der Sonntagsfrage beantwortet TopTarif heute daher eine der wichtigsten Fragen rund um den Strombezug: Was kostet eine Kilowattstunde Strom?

 

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Kosten für Kilowattstunde liegen bei knapp 26 Cent

Laut dem Monitoring-Bericht der Bundesnetzagentur kostete die Kilowattstunde Strom im April 2011 rund 25,88 Cent in den Grundversorgungstarifen. In der Grundversorgung werden diejenigen Kunden beliefert, die noch nie den Stromanbieter oder den Tarif gewechselt haben und automatisch versorgt werden. Wer den Vertrag wechselt, zahlt im Durchschnitt hingegen nur noch 25,09 Cent pro Kilowattstunde. Hochgerechnet auf einen Vier-Personen-Haushalt ergibt das in der Grundversorgung einen Jahrespreis von durchschnittlich 1035,20 Euro im Jahr, ohne den Grundpreis einzurechnen.

 

Kilowattstunde verteuerte sich 2011 um mehr als 2 Cent

Die Kosten für eine Kilowattstunde Strom sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Insgesamt stieg der Kilowattstundenpreis im Zeitraum 1. April 2010 bis 1. April 2011 um 2,03 Cent, so die Bundesnetzagentur. Preistreiber waren vor allem die erneuerbaren Energien mit einem Anteil von 1,43 Cent an der Kostensteigerung. Die Kilowattstunde kostete 2011 somit 8,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Neben der EEG-Umlage zur Förderung der Ökoenergien machen die Netzentgelte, Steuern sowie Beschaffungskosten einen Großteil des Kilowattstundenpreises aus.

 

Deutschland verbraucht fast 300 Milliarden Kilowattstunden im Halbjahr

Während ein normaler Privathaushalt zwischen 1800 Single) und 4000 (Vier-Personen-Haushalt) Kilowattstunden pro Jahr verbraucht, kommt die gesamte Bundesrepublik auf eine entsprechend höhere Zahl. Im ersten Halbjahr 2011 verbrauchten die Deutschen insgesamt 269 Milliarden Kilowattstunden. Das geht aus einem Bericht des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor. Damit lieferten die Energieversorger in den ersten sechs Monaten des Vorjahres 1,5 Prozent mehr Strom als im Vergleichszeitraum 2010.

 

Kosten für Kilowattstunde effektiv senken

Der Durchschnittspreis für eine Kilowattstunde Strom ist in Deutschland so hoch wie in kaum einem anderen EU-Staat. Lediglich in Dänemark kostete Strom im vergangenen Jahr mehr als hierzulande. Umso wichtiger ist es, die Strompreise zu vergleichen und den wachsenden Wettbewerb am Markt zu nutzen. Bereits seit 1998 können sich Verbraucher in Deutschland ihren Stromanbieter frei aussuchen. Dennoch befanden sich laut Bundesnetzagentur im Jahr 2010 noch 43,5 Prozent der Haushaltkunden im teuren Grundversorgungstarif. Andere Stromanbieter in Deutschland bietet dabei weitaus günstigere Kilowattstundenpreise. So kostet die Kilowattstunde Strom bei alternativen Versorgern aktuell oftmals zwischen 20 und 22 Cent.

 

Preis für Kilowattstunde variiert von Anbieter zu Anbieter

Der Spargedanke sollte aber nicht allein über den Wechsel des Stromanbieters entscheiden. Weitere Kriterien wie Zahlungsweise, Vertragslaufzeit und eventuelle Vorlieben wie Ökostrom sind ebenso wichtig. Bei einem Vergleich mit dem TopTarif-Stromrechner kann man den Preis pro Kilowattstunde bei jedem Anbieter schnell in Erfahrung bringen. Dazu muss man lediglich den Mauscursor über das Fragezeichnen neben den Gesamtkosten halten. Schon wird die genaue Zusammensetzung des Strompreises mit Grundpreis und Kilowattstundenpreis angezeigt.

 

Mit Material von Bundesnetzagentur, BDEW

Bild © wladi – Fotolia.com

 

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