Sonntagsfrage: Welches Smartphone ist am besten?

Smartphones im Test: Info

Welches Smartphone ist am besten? Auch günstigere Geräte erfüllen die Basic-Funktionen einwandfrei.

Wie das Statistik-Portal Statista herausfand, sind Smartphones in den letzten Jahren immer günstiger geworden. So kostete ein aktuelles Smartphone im Jahr 2012 knapp 70 Euro mehr als im Jahr 2014. Grund dafür sind unterschiedliche Faktoren wie der allgemeine Preisverfall und die gestiegene Nachfrage nach günstigen Smartphones. Lohnt es sich heute noch, viel Geld für ein brandneues Smartphone auszugeben? Und welches Smartphone ist am besten?

 

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Immer mehr Geräte zu erschwinglichen Preisen erhältlich

Die wichtigste Veränderung auf dem Markt für Smartphones ist, dass mit den Einsteigermodellen ein völlig neues Preissegment hinzugekommen ist. Auch ein LTE-fähiges Handy aus der Einsteigerklasse muss heute nicht mehr als 200 Euro kosten. Damit sind Smartphones für die breite Masse erschwinglich geworden. Während vor wenigen Jahren Hersteller wie Apple den Markt dominierten, hat sich das Angebot durch neue Anbieter aus dem Niedrigpreissegment deutlich ausgeweitet.

 

Günstige Smartphones für unter 200 Euro

Auch Hersteller von teuren Hochklasse-Smartphones schlagen inzwischen andere Wege ein und versuchen, neben ihren Luxusprodukten Smartphones zu produzieren, die bereits für weniger als 200 Euro erhältlich sind. Darunter auch Top-Marken wie Samsung, Sony, LG und Microsoft. Dabei muss der Verbraucher kaum Abstriche machen – Smartphones wie das Microsoft Lumia 640 sind LTE-fähig und verfügen teilweise über sehr gute Kameras – wie beispielsweise das Samsung Galaxy J5 J500F. Besonders hervorzuheben ist außerdem der Hersteller Huawei, der in den letzten Jahren das Preissegment unter 200 Euro beherrschen und mehrere hochgelobte Modelle wie das Huawei Y6 herausbringen konnte. Doch wer in diesem Preissegment nach einem neuen Handy sucht, muss das Kleingedruckte lesen, um zu entscheiden, welches Smartphone am besten ist.

 

Darauf gilt es bei Smartphones unter 200 Euro zu achten

Obwohl Einsteigerhandys wie das Sony Xperia M2 eine sehr gute Alternative zur hochpreisigen Konkurrenz darstellen, muss der Kunde hier in einigen Bereichen Kompromisse eingehen. Wichtig ist, dass ein neues Smartphone LTE-fähig ist, um immer die schnellste Internetverbindung zur Verfügung zu haben. Auf eine Kamera mit 20 Megapixeln hingegen kann man schon eher verzichten, wenn man kein Hobbyfotograf ist. Insgesamt sind die Handys aus dem unteren Preissegment sehr solide Ware. Große Extras kann man jedoch nicht erwarten. Die Basics hingegen sollte es beherrschen:

 

WLAN-Modem: Um eine schnelle Internetverbindung aufzubauen, sollten auch preiswerte Smartphones LTE-fähig sein und über ein aktuelles WLAN-Modem verfügen, das den ac-Standard unterstützt. Nur so kann man innerhalb von Sekunden Apps herunterladen, Videos in hoher Qualität streamen und Musik online hören.

 

Betriebssystem: Besonders wichtig ist, dass ein Smartphone über ein leistungsfähiges und sicheres Betriebssystem verfügt. Häufig haben etwa Android-Smartphones gravierende Sicherheitslücken. Als Mindestmaß gilt deshalb die Version 5.0 des Betriebssystems. Inzwischen stellt auch das Windows Phone von Microsoft eine ernstzunehmende Konkurrenz dar. Mit dem Start von Windows 10 Mobile wurden viele Fehler der Vorgängerversion ausgebessert sowie das Angebot an Apps im Store deutlich erhöht.

 

Akku und Speicher: Während eine niedrigere Bildschirmauflösung und schlechtere Kameras zu den Nachteilen von günstigen Smartphones gehören, die schnell verkraftet werden können, sind ein guter Akku und Speicher essenziell für die Nutzung des Geräts. Trotzdem sparen Hersteller gerade hier. Ein Massenspeicher von acht GB gehört bei preiswerten Smartphones zum Standard. Ein extra Slot für microSD-Karten darf deshalb auf keinen Fall fehlen, um den Speicherplatz zu erweitern. Im Fall des Akkus gilt: Finger weg von Akkus mit weniger als 2.000 mAh.

 

Flaggschiffe bekommen Konkurrenz

Auch das Hochpreissegment hat sich durch die Preisentwicklung stark verändert. Vor wenigen Jahren galt das iPhone des Herstellers Apple noch als das absolute Maß der Dinge. Inzwischen mussten die US-Amerikaner ihre Vorreiterrolle jedoch an günstigere Anbieter abgeben. Von dem Konkurrenzkampf profitiert vor allem der Kunde: Neue Technologien werden schnell zugänglich gemacht und durch den Wettbewerb sinken auch die Durchschnittspreise für Smartphones aus dem Hochpreissegment. Wie das Statistik-Portal Statista ermittelte, ist der durchschnittliche Verkaufspreis für Smartphones von rund 356 Euro im Jahr 2012 auf knapp 289 Euro im Jahr 2014 gefallen. Für das Jahr 2018 sehen die Experten sogar einen Durchschnittspreis von 246 Euro voraus.

 

Smartphones werden nach kurzer Zeit günstig

Doch fallende Durchschnittspreise sind nicht der einzige Grund, warum Smartphones heute wesentlich günstiger sind als vor wenigen Jahren. Ein weiterer Grund ist der starke Preisverfall, wenn die Geräte einmal im Laden sind. Wie der Nachrichtensender n-tv Anfang 2015 berichtet, führt das hohe Angebot dazu, das selbst Top-Smartphones wie das HTC One M9 sehr schnell im Preis sinken. Innerhalb der ersten zwei Monate fallen die Preise für brandaktuelle Smartphones bereits um 28 Prozent. Wer bereit ist zu warten, kann auf diese Weise eine Menge Geld sparen. So war das Samsung Galaxy S6 ein halbes Jahr nach Markteinführung knapp 39 Prozent günstiger als im ersten Monat. Andere Smartphones wie das Sony Xperia Z4 kosten nach zwölf Monaten nur noch halb so viel wie am ersten Tag.

 

Günstiges Smartphone oder Luxusliner: Welches Smartphone ist am besten?

Aufgrund der neuen Entwicklung am Markt müssen Kunden sich heute entscheiden, ob Sie ein preiswertes Smartphone mit eingeschränkten Funktionen kaufen wollen oder ob sie nach der Markteinführung eines neuen High-End-Produkts lieber warten, bis die Preise sinken. Beides bietet verschiedene Vor- und Nachteile. Wer sich für ein Smartphone für unter 200 Euro entscheidet, findet viele sehr gute Modelle, mit denen sich hervorragend im Alltag surfen und telefonieren lässt. Wer stattdessen die neueste Technik benötigt, sollte lieber einige Monate warten, bis der Preis gesunken ist. Im schlimmsten Fall sind dann jedoch bereits bessere Smartphones auf dem Markt, die über noch schnellere Technik verfügen.

 

Mit Material von T-Online, statista.de, n-tv.de

Bild © Michael Rogner – Fotolia.com

 

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