Geld sparen trotz Nullzinspolitik

Geld sparen lohnt sich weiterhin

Die Inflationsrate liegt aktuell bei 0,4 Prozent. Die besten Tagesgeldangebote bieten 1 Prozent Zinsen, was unterm Strich ein Plus von 0,6 Prozent bedeutet.

Kreditnehmer wollen sie, Sparer fürchten sich vor ihnen: niedrige Zinsen. Die anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) macht vielen Sparern derzeit zu schaffen. Denn sie erhalten auf ihre angelegten Geldbeträge kaum Zinsen. Doch Finanzexperten empfehlen ihren Kunden weiterhin aufs Sparen zu setzen und sich Sparpläne anzulegen. Wer für das Alter vorsorgt und Geld beiseite legt, profitiert später davon. Denn langfristig gesehen werden die Zinsen auch wieder ansteigen.

 

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Berechnungskriterien
  • Berechnungskriterien: Festgeld

  • (min. 500,- Euro - Anlagebetrag hat Einfluss auf Höhe der Zinsen)

  • (Anlagedauer hat Einfluss auf Höhe der Zinsen)

Wichtige Tipps für Sparer

 

Beim Sparen sollten Verbraucher einiges beachten, damit trotz niedriger Zinsen positive Effekte erzielt werden. Der wohl wichtigste Tipp ist, das angelegte Geld breit zu streuen. Das Schlechteste, was Sparer machen können, ist das gesamte Geld nur in eine Geldanlage zu bündeln. Gerade im Bereich Fonds und Anleihen wäre das Risiko ohne eine breite Streuung zu hoch. Wer eine entsprechend hohe Rendite erzielen möchte, sollte daher ein gewisses Risiko in Kauf nehmen. Zudem empfehlen Finanzexperten, alte Verträge und Sparpläne zu behalten und diese nicht zu kündigen. Diese bieten im Vergleich zu aktuellen Angeboten meist bessere Zinssätze.

 

Geld sparen lohnt sich noch

 

Obwohl viele Deutsche befürchten, dass sich das Sparen derzeit nicht lohnt und kaum Rendite erzielt, gibt die Deutsche Bundesbank diesbezüglich Entwarnung. Die Renditeeinbußen, die Verbraucher in Deutschland hinnehmen müssen, werden von der ebenfalls sehr geringen Inflation aufgehoben. Zudem können sich Verbraucher auch den renditestärkeren Anlageformen hinwenden. Dazu gehören in erster Linie Anlagen wie Aktien, Investmentfonds oder auch Lebensversicherungen. Bei Erstgenanntem können Verbraucher zwar eine hohe Rendite erzielen, aber auch viel Geld verlieren, da die Kurse schwanken.

 

Wenn beispielsweise die für 2016 prognostizierte Inflationsrate von 0,4 Prozent berücksichtigt wird, kann die Inflation bei Top-Tages- und Festgeldprodukten mit einem Zins von 1 Prozent geschlagen werden. Bei einer Anlagesumme von 10.000 Euro würden Sparer nach einem Jahr immerhin einen Betrag von 10.060 Euro erzielen.

 

Lohnenswerte Strategien

 

Finanzexperten sehen in Sparplänen zur Altersvorsorge derzeit eine besonders hohe Chance, dass sich das Sparen bezahlt macht. Bei sogenannten Investmentfonds fließt jeden Monat ganz automatisch ein bestimmter Anlagebetrag des Anlegers in den gewählten Fonds. Die Renditechancen bei diesen Fonds liegen derzeit bei Weitem höher als bei den klassischen Sparprodukten der Banken. Sogenannte Investmentfonds lohnen sich vor allem für die langfristige Geldanlage. Der Verbraucher bleibt dennoch flexibel und muss bei einer langfristigen Anlage nicht wiederholt Verwaltungskosten von seinem Ersparten abziehen. Wenn es finanziell einmal eng wird, kann der Sparer sogar den Fonds unkompliziert verkaufen und sich die Rendite auszahlen lassen. Allerdings kann das bei einer negativen Entwicklung des Fonds weniger sein als die Summe, die eingezahlt wurde.

 

Deutsche verlieren nicht ihre Lust am Sparen

 

Nach Angaben der Deutschen Bundesbank verliert die Mehrheit der Deutschen die Lust am Sparen nicht – trotz der niedrigen Zinsen. Insgesamt legen die Haushalte in Deutschland 9 Prozent ihres verfügbaren Einkommens zum Sparen zurück. Damit sind in erster Linie die Bankeinlagen gemeint, die die meisten Deutschen als sicher einstufen und auch als „Sichtanlage“ gelten. Also jene Anlageformen, in denen das Geld schnell verfügbar ist. Finanzexperten führen die Vorliebe der Deutschen für sichere Geldanlagen auf die Risiko-Angst zurück. Demnach würde ein Großteil der Deutschen eher auf eine Rendite verzichten als auf Sicherheit bei ihrer Anlage.

 

 

Mit Material von Süddeutsche.de, wiwo.de

Bild: © HLPhoto – Fotolia.com

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