Speedport: Sicherheitslücke soll ab Freitag behoben werden

Speedport Sicherheitslücke

Drei Speedport-Modelle sind von der Sicher-heitslücke betroffen. Die Telekom stellt ab heute Updates zur Verfügung.

Ab Freitag will die Deutsche Telekom die Sicherheitslücke bei ihren WLAN-Routern beheben. Hierbei soll ein erstes Update für die betroffenen Speedport-Modelle zur Verfügung gestellt werden, das diese vor ungebetenen Eindringlingen schützen soll. Verbraucherschützer meinen allerdings, dass etwaige Schadensersatzklagen wenig Aussicht auf Erfolg haben dürften. Betroffen von der Sicherheitslücke sind die Modelle „Speedport W 504V“, „Speedport W 723V Typ B“ und „Speedport W 921 V“.

 

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Speedport: Updates auf Telekom-Seite

Bei den beiden erstgenannten Modellen empfiehlt die Telekom die WPS-Funktion auszuschalten. Damit lässt sich eine sichere Verbindung zwischen Router und Computer herstellen. Der Code, der dafür notwendig ist, befindet sich in der Regel auf einem Aufkleber an der Unterseite des Gerätes. Beim „Speedport 921V“ sollte die WLAN-Funktion komplett ausgeschaltet werden, bis ein entsprechendes Update verfügbar ist. Kunden, die die sogenannte Easy-Support-Funktion ihres Routers eingeschaltet haben, bekommen das Update automatisch aufgespielt. Alle anderen müssen dieses manuell vornehmen. Ob dies erfolgreich war, lässt sich in der Konfiguration des Routers einsehen. Die Updates für die beiden übrigen Speedport-Modelle seien frühestens Anfang nächster Woche verfügbar, sagte eine Telekom-Sprecherin. Auch bei den Modellen „Speedport W 504V“ und „Speedport W 723V Typ B“ erfolgt das Update automatisch, wenn der Easy-Support eingeschaltet ist. Alle anderen Betroffenen müssen auch hier manuell vorgehen. Die entsprechenden Updates können auf www.telekom.de heruntergeladen werden.

 

Verbraucherzentrale: Schadensersatzklagen hätten kaum Erfolg

Hinsichtlich Schadensersatzklagen, wenn man beispielsweise auf das Internet angewiesen ist, gibt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen wenig Aussicht auf Erfolg. Man müsse der Telekom eine Karenzzeit von 14 Tagen einräumen, um das Problem zu beheben, sagt die Juristin Iwona Husemann. Man habe schließlich noch die Möglichkeit, über Kabel die Verbindung zum Internet aufzubauen. Für den Fall, dass ein Krimineller die Sicherheitslücke bei den Speedport-Modellen ausgenutzt hat, um beispielsweise urheberrechtlich geschütztes Material herunterzuladen, treffe den Verbraucher keine Schuld. Der Internetanbieter müsse dafür haften, sagt der Medienanwalt und Urheberrechtsexperte Christian Solmecke. Es komme allerdings auch darauf an, wie das Gericht die Sicherheitslücke bei den Speedport-Modellen letztlich bewerte.

 

Mit Material von Der Westen

Bild © jochenL.E. – Fotolia.com

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