Stromanbieterwechsel: Die Bundesländer im Vergleich

Stromanbieterwechsel Bundesländer-Vergleich

Der Stromanbieterwechsel im Bundesländer-Vergleich zeigt erhebliche Unterschiede im Wechselverhalten.

Wer sich einen günstigeren Stromanbieter sucht, kann die Haushaltskasse stark entlasten. Das gilt insbesondere für Haushalte, die noch in der Grundversorgung sind. Aktuell kann ein Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 4.000 kWh im Bundesdurchschnitt 399 Euro durch den Stromanbieterwechsel sparen. Trotzdem: Laut Bundesnetzagentur wird derzeit nur jeder vierte Haushalt von einem überregionalen Stromanbieter beliefert.

 

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Verteilung der Stromanbieterwechsel schwankt regional

Eine Analyse der Stromanbieterwechsel, die im vergangenen Jahr über TopTarif und Verivox durchgeführt wurden, hat gezeigt, dass sich die wechselfreudigen Haushalte nicht gleichmäßig über Deutschland verteilen. In Rheinland-Pfalz wurde mit einigem Abstand am häufigsten gewechselt. Die Schlusslichter im Ranking der Bundesländer sind Bremen und Mecklenburg-Vorpommern. Hier entscheiden sich recht wenige Haushalte für einen Stromanbieterwechsel, obwohl auch hier deutlich gespart werden kann.

 

Stromanbieterwechsel wird vor allem in Westdeutschland durchgeführt

Um darzustellen, wo am häufigsten ein Stromanbieterwechsel durchgeführt wird, wurde ein Index erstellt, bei dem der deutsche Durchschnitt 100 Punkten entspricht. Dann wurden die Werte der einzelnen Bundesländer damit verglichen. Den höchsten Indexwert erreicht Rheinland-Pfalz mit 129 Punkten, darauf folgen Niedersachsen (118), Nordrhein-Westfalen (108) und Hessen (106).

Warum wird in Rheinland-Pfalz so gerne gewechselt? Ein Grund ist wohl die besonders hohe Einsparung, die durch den Stromanbieterwechsel hier erzielt werden kann. Zwischen dem örtlichen Grundversorgungstarif und dem günstigsten Angebot mit fairen Vertragsbedingungen klafft ein Unterschied von rund 429 Euro.

Einsparungen sind nicht der einzige Grund für den Stromanbieterwechsel

Da auch in anderen Bundesländern viel gespart werden könnte, aber viel seltener gewechselt wird, scheinen die möglichen Einsparungen nicht der einzige Grund für die Unterschiede zwischen den Bundesländern zu sein. Beispiel Saarland: Hier liegt die durchschnittliche Einsparung eines Musterhaushaltes auf gleichem Niveau (431 Euro), die Anzahl der Stromanbieterwechsel liegt jedoch deutlich unter dem bundesdeutschen Schnitt (82).

Vergleichsweise gering sind die Einsparmöglichkeiten in Bremen (340 Euro), wo am seltensten gewechselt wird (66). Bei den weiteren Schlusslichtern Mecklenburg-Vorpommern (79), Sachsen-Anhalt und Bayern (jeweils 81) steigt die durchschnittliche Einsparung aber oft über 400 Euro.

Woran die Unterschiede genau liegen, lässt sich nicht eindeutig sagen. Neben dem Preis spielen der Ruf des örtlichen Anbieters und dessen Service sicherlich auch eine große Rolle. Gegenüber diesen Faktoren tritt das Preisniveau des aktuellen Anbieters möglichweise manchmal zurück.

Vielleicht fehlt auch oft einfach die Motivation. Für den Stromanbieterwechsel braucht es in vielen Fällen einen konkreten Anstoß, wie etwa eine Preiserhöhung, einen Umzug oder die Empfehlung von vertrauenswürdigen Menschen aus dem engeren Umfeld.

 

Mit Material von Verivox

Bild © kk-artworks – Fotolia.com

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