5 Strom-Begriffe und was sie bedeuten

Wichtige Strombegriffe

EEG-Umlage fällt als Begriff oft, doch weißt das überhaupt? Nicht alle Abkürzungen und Begrifflichkeiten sind immer sofort verständlich.

Viele Zahlen und seltsame Begriffe – so manche Stromrechnung könnte auch auf Chinesisch geschrieben sein. EEG-Umlagen, Netznutzungsentgelt, Grundversorgung? Wir erklären 5 Begriffe aus der Welt der Stromtarife.

EEG-Umlage: Kosten der Strom-Wende

Die EEG-Umlage ist eine Abgabe, die alle Haushalte bezahlen müssen. Sie ist bereits im Brutto-Preis enthalten. Von jedem Euro, der für Strom bezahlt wird, entfallen derzeit 23 Cent auf die EEG-Umlage. Sie ist in den letzten Jahren stark gestiegen.

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Wofür? Damit bezahlen wir den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Es gibt immer mehr Windräder und Solaranlagen, die Strom produzieren. Der wird an der Strombörse verkauft. Die Erlöse reichen aber nicht aus, um den Besitzern der Öko-Anlagen den Preis zu bezahlen, der ihnen garantiert wurde. Daher werden wir Verbraucher zur Kasse gebeten. Fast ein Viertel des Strompreises dient der Energiewende.

Netznutzungsentgelte: Maut für den Strom

Das Netznutzungsentgelt ist sozusagen die Maut, die für den Strom fällig wird. Den Weg vom Kraftwerk bis zur Steckdose besteht aus verschiedenen Arten von Stromleitungen, die immer wieder ausgebaut und gewartet werden müssen. Dafür werden Gebühren verlangt. Wie hoch sie sein dürfen, wird vom Staat festgelegt. Auch wegen des Netzausbaus für die Erneuerbaren Energien sind sie in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

Das Netznutzungsentgelt ist bereits im Brutto-Preis enthalten und von Ort zu Ort unterschiedlich. Im Durchschnitt entfallen auf jeden Euro an Stromkosten aktuell 24 Cent auf die Nutzung des Stromnetzes und die Messung des Verbrauchs.

Grundversorgung: Strom, der immer da ist

Die Grundversorgung ist ein Service, der von einem örtlichen Stromversorger angeboten werden muss. Für jede Ortschaft in Deutschland gibt es ein Unternehmen, das diese Aufgabe übernimmt. Dieser Grundversorger ist gesetzlich verpflichtet, ohne vorherigen Vertrag automatisch Strom zu liefern. Wer beispielsweise umzieht, kann in der neuen Wohnung sofort das Licht anschalten – ohne sich vorher anzumelden. Es wird dann zu den Bedingungen der Grundversorgung geliefert.

Wegen der gesetzlichen Vorgaben ist die Grundversorgung meistens der teuerste Stromtarif überhaupt. Wenigstens kann er innerhalb von zwei Wochen gekündigt werden. Andere Stromtarife haben zwar längere Laufzeiten, dafür sind sie oft über ein Drittel günstiger.

Smart Meter: Die schlauen Stromzähler

„Smart Meter“ wird oft als „intelligenter Stromzähler“ übersetzt. Alte Stromzähler messen mit einem mechanischen Zählwerk, das vor Ort einmal im Jahr abgelesen wird. Die neuen Geräte messen den Stromverbrauch digital und können ihn zeitlich darstellen. Diese genaueren Daten können sowohl den Verbrauchern als auch den Stromversorger helfen, weniger Kosten zu haben. Langfristig sollen die intelligenten Stromzähler überall zum Einsatz kommen.

Das Thema Smart Meter ist nicht unumstritten. Zum einen ist der Nutzen angesichts der Kosten des Einbaus nur begrenzt. Zum anderen könnten die Daten missbraucht werden, wenn sie in die falschen Hände gelangen.

Einspeisevergütung: Geld für den selbstgemachten Strom

Eine Einspeisevergütung ist ein staatlich festgelegter Festpreis, der für Strom bezahlt wird. Das gibt Stromerzeugern große Sicherheit bei der Planung. Wer beispielsweise in Deutschland eine Solaranlage betreibt, bekommt für einen festen Zeitraum einen bestimmten Preis pro Kilowattstunde (kW) zugesagt. So lässt sich die Investition genau durchrechnen. So wird auch bei anderen Arten der Stromerzeugung wie etwa Windkraft vorgegangen. Damit wird die ökologische Stromerzeugung gefördert.

Die deutsche Art der Förderung Erneuerbarer Energien wurde bereits von vielen anderen Ländern übernommen. Sie ist das bisher wirksamste Werkzeug für die Energiewende.

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