Stromnetz Berlin: Vattenfall investiert 1,4 Milliarden Euro

Die Anforderungen an das Berliner Stromnetz wachsen

Stromnetz Berlin: Um zukunftsfähig zu bleiben, will Vattenfall 1,4 Milliarden Euro in das Berliner Stromnetz investieren.

Berlin schläft niemals, heißt es doch. Das gilt nicht nur für seine Einwohner, sondern auch für die Infrastruktur der Großstadt. Um der wachsenden Einwohnerzahl gerecht zu werden, werden künftig noch mehr gigantische Wohnkomplexe entstehen. Andere Projekte sind unauffälliger, etwa die Ladesäulen für Elektroautos, die es in den kommenden Jahren immer häufiger geben wird. Eines haben aber alle Projekte gemeinsam – sie benötigen Strom. Das Stromnetz Berlin muss demnach mitwachsen. Um den neuen Herausforderungen gerecht werden zu können, will Vattenfall 1,4 Milliarden Euro in das Stromnetz in Berlin investieren, wie der Tagesspiegel berichtet.

 

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Stromnetz: Berlin wächst – und damit auch die Anforderungen an Vattenfall

Derzeit wird das Stromnetz Berlins von Vattenfall, einem der größten Stromerzeuger Europas, betrieben. Um zukunftsfähig zu bleiben, will der Konzern in den kommenden zehn Jahren 1,4 Milliarden Euro in das Berliner Stromnetz investieren. Derartige Investitionen sind dringend nötig. Denn in Berlin wird sich in den nächsten Jahren viel verändern: Mehrere Wohnprojekte sind geplant, unter anderem in der Europacity am Hauptbahnhof sowie rund um das Tempelhofer Feld. Und die benötigen Strom aus dem Berliner Stromnetz. Zudem wird die Anzahl der Ladesäulen für Elektroautos steigen. Hinzu kommen Projekte wie das der BVG: Der Bus der Linie 147, der Passagiere zwischen dem Haupt- und Ostbahnhof transportiert, fährt elektrisch und wird per Induktion an bestimmten Haltestellen aufgeladen. Aus diesem Politprojekt soll künftig eine Erfolgsgeschichte werden. Ohne das Stromnetz Berlins ist das nicht machbar.

 

Stromnetz Berlin: Vattenfall zeigt sich gewappnet

All diese neuen Projekte müssen realisiert werden können, ohne zusätzliche Belastungen für das umliegende Stromnetz. Berlin wächst jedoch nicht nur. Auch das aktuelle Berliner Stromnetz verschlingt Geld, schließlich muss es instand gehalten werden. Zudem werden weitere Investitionen nötig – für die Modernisierung Berliner Stromnetzes. In das wird nämlich zunehmend erneuerbare Energie, kurz Ökostrom gespeist. 1,4 Milliarden Euro will Vattenfall laut eigener Informationen zusätzlich zu den ohnehin fälligen Kosten aufbringen. Damit versuche sich der Konzern zukunftsfähig zu zeigen, schreibt der Tagesspiegel. Man wolle zeigen, ein verantwortungsbewusster Dienstleister zu sein, der das Stromnetz Berlins auch künftig betreiben kann. Dass Vattenfall gerade jetzt mit dieser enormen Investitionszahl aufwartet, sei kein Zufall. Denn längst ist der Kampf um das Berliner Stromnetz entfacht.

 

Der Kampf um das Stromnetz Berlins

Dass Vattenfall auch künftig das Berliner Stromnetz betreibt, ist nicht in Stein gemeißelt. Die Initiative „Berliner Energietisch“ versucht, das Stromnetz Berlins zurück in kommunale Hände zu bringen. In den 90er Jahren wurde es privatisiert. Dieser Schritt soll nun rückgängig gemacht werden. Und Ende 2014 könnte dies tatsächlich passieren. Denn dann wird bestimmt, wer künftig das Stromnetz Berlins betreibt. Es wird eine neue Ausschreibung geben, für die sich voraussichtlich acht Kandidaten bewerben werden, schreibt der Tagesspiegel. Ob die Kommune oder Vattenfall den Zuschlag erhält, bleibt abzuwarten.

 

Mit Material von Der Tagesspiegel

Bild © Dirk Schäfer – Fotolia.com

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