Strompreiserhöhungen halten weiter an

2017 kommen Strompreiserhöhungen für Kunden

In 2017 kommen Strompreiserhöhungen auf die Verbraucher zu, da die EEG-Umlage und die Netzentgelte angestiegen sind.

Bereits zum Jahreswechsel haben über 350 Stromversorger Preiserhöhungen angekündigt. Nun folgen weitere Stromanbieter diesem Trend. Für die Monate Februar, März und April haben insgesamt 75 Versorger weitere Strompreiserhöhungen von über 3 Prozent angekündigt. Ein Musterhaushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden (kWh) bezahlt in Zukunft durchschnittlich 42 Euro mehr.

 

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Viele Versorger haben bisher mit Strompreiserhöhungen gezögert

Trotz gesunkener Großhandelspreise müssen viele Stromversorger die Preise erhöhen, um ihre Kalkulationen aufrecht erhalten können. Ein Grund dafür ist die zum Jahreswechsel gestiegene EEG-Umlage („Ökostrom-Umlage“). Sie hat aktuell ein Höchststand von 6,88 Cent/kWh erreicht. Die Umlage dient der Vergütung der Produzenten erneuerbarer Energien. So leisten alle privaten Verbraucher einen automatischen Beitrag zur Energiewende.

Ein weiterer Kostenfaktor sind die vielerorts gestiegenen Stromnetzgebühren. Sie sind zum Jahreswechsel im bundesweiten Durchschnitt um 8 Prozent gestiegen. Gleichzeitig sind die Beschaffungspreise für die Stromversorger in den letzten Jahren gefallen. Dennoch hat sich nun knapp die Hälfte der regionalen Versorger für Strompreiserhöhungen im Jahr 2017 entschieden. Tarifexperten rechnen mit weiteren Strompreiserhöhungen in den kommenden Wochen.

Die jüngste Preisentwicklung hat dazu geführt, dass der bundesdeutsche Durchschnittspreis für Strom im regionalen Grundversorgungstarif ein neues Allzeithoch erreicht hat. Für 4.000 kWh werden nun durchschnittlich 1.223 Euro fällig. Wer sich noch nie um einen günstigeren Stromtarif gekümmert hat, wird mit großer Wahrscheinlichkeit noch zu den Bedingungen der Grundversorgung beliefert. Durch den Wechsel zum günstigen verfügbaren Tarif können im Durchschnitt über 400 Euro eingespart werden.

 

Strompreiserhöhung: Wie reagiere ich am besten?

Stromanbieter sind gesetzlich verpflichtet, ihre Kunden über Strompreiserhöhungen rechtzeitig schriftlich zu informieren. Im Grundversorgungstarif geschieht das in der Regel per Post. Wer bereits einen anderen Tarif gewählt hat und sich für Online-Kommunikation entschieden hat, bekommt möglicherweise nur eine E-Mail oder eine Benachrichtigung im jeweiligen Kunden-Portal.

Sobald die Nachricht über eine Strompreiserhöhung eintrifft, haben Kunden ein Sonderkündigungsrecht. Dieses sollte man selbst wahrnehmen und den Vertrag zum Zeitpunkt der Preisänderung schriftlich kündigen. Dann ist es Zeit, sich nach einem günstigeren Anbieter umzuschauen. Beim Wechsel sollte man dann angeben, dass die Kündigung beim bisherigen Versorger bereits erfolgt ist. Dann steht dem reibungslosen Stromanbieterwechsel nichts mehr im Weg. In Deutschland ist die lückenlose Versorgung mit Strom im Übrigen gesetzlich verankert.

 

 

Bild: © Gina Sanders – Fotolia.com

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