Stromspar-Beratung senkt die jährlichen Kosten um 156 Euro

Stromspar-Beratung für einkommensschwache Haushalte

Mit einer kostenlosen Stromspar-Beratung erfahren einkommensschwache Haushalte, wie sie an entscheidenden Stellen Energiekosten einsparen können.

Wer ein geringes Einkommen hat, muss auf jeden Cent achten, denn auch kleinere unvorhergesehene Ausgaben können tiefe Löcher in die Haushaltskasse reißen. Daher ist es wichtig, die festen Kosten wie die Stromrechnung so gering wie möglich zu halten. Doch wie geht man dabei vor? Eine Möglichkeit ist die Stromspar-Beratung, die vom Deutschen Caritasverband (DCV) und dem Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) organisiert wird.

Stromspar-Beratung gibt es bereits seit 2009

Das Projekt mit dem Namen Stromspar-Check gibt es mittlerweile seit sieben Jahren und wird derzeit in rund 190 Städten und Gemeinden in Deutschland angeboten. Inzwischen haben mehr als eine halbe Million Menschen mit geringem Einkommen an den Stromspar-Beratungen teilgenommen und so ihre Stromkosten deutlich gesenkt.

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Laut Angaben der Organisatoren konnten die teilnehmenden Haushalte ihre jährlichen Ausgaben für Energie um durchschnittlich 156 Euro senken. Das entspricht einer monatlichen Entlastung von 13 Euro. Für Haushalte, die in erster Linie von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld leben, ist das eine spürbare Entlastung des knappen monatlichen Budgets.

 

Stromspar-Beratungen laufen bis mindestens 2019

Anfang April 2016 wurde die Laufzeit des Projekts um drei Jahre verlängert. Es soll neu ausgerichtet und mehr auf kommunale Belange zugeschnitten werden. Der neue Förderbescheid wurde von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks symbolisch am Standort des Stromspar-Checks in Berlin überreicht. Das Beratungsangebot hat den neuen Namen „Stromspar-Check Kommunal“ erhalten und wird mit finanziellen Mitteln aus der Nationalen Klimaschutzinitiative unterstützt.

 

Stromspar-Beratungen helfen Haushalten, Umwelt und Kommunen

Barbara Hendricks ist voll des Lobes für die Stromspar-Beratung und sieht den zusätzlichen Nutzen für die Umwelt und die angespannten Kassen der Kommunen. Sie sagt dazu:

„Das Projekt verbindet Klimaschutz und Sozialpolitik auf ideale Weise miteinander. Durch Beratung und Soforthilfen sparen einkommensschwache Haushalte Energiekosten. Der geringere Energieverbrauch hilft wiederum beim Klimaschutz. Auch die Kommunen profitieren durch geringere Sozialausgaben. Wir wollen sie daher mit diesem Projekt ermuntern, sich dieser guten Idee mit eigenen Maßnahmen anzuschließen.“

 

Wie läuft die Stromspar-Beratung ab?

Wer sich für eine Stromspar-Beratung entscheidet, wird vor Ort von einem Stromsparhelfer besucht. Dabei handelt es sich um speziell geschulte Langzeitarbeitslose. Sie können beim Beratungstermin in der Wohnung auch Soforthilfen für das Energiesparen installieren.

Außerdem schauen sie nach, ob der Haushalt die Kriterien für einen Gutschein zum Kauf eines neuen, energieeffizienten Kühlgeräts erfüllt. Bisher wurden in Zusammenhang mit dem Vorgängerprojekt Stromspar-Check PLUS insgesamt über 20.000 solcher Gutscheine ausgegeben. Sie können nach wie vor eingelöst werden.

Dass das Projekt auch Stromsparhelfer ausbildet, betont auch Caritas-Generalsekretär Georg Cremer: „Gerade für Haushalte mit geringem Einkommen ist der Stromspar-Check eine Entlastung, die präventiv gegen Energiearmut wirkt. Zudem finden in diesem Projekt langzeitarbeitslose Menschen eine sinnvolle Tätigkeit.“

 

Stromspar-Beratung dient politischen Zielen und dem Einzelnen

Den gesellschaftlichen Stellenwert des Projektes unterstreicht der Vorstandsvorsitzende des eaD, Michael Geißler:

„Die Energiewende ist ein großes politisches Vorhaben. Es kann nur gelingen, wenn die Mehrheit der Bevölkerung selbst davon profitiert und sich selbst einbringen kann. Diesem Ansatz folgt der Stromspar-Check erfolgreich und liefert Hilfe zur Selbsthilfe.“

 

Was sind die Ziele der neuen Stromspar-Beratung?

Die Organisatoren der Stromspar-Beratung rechnen vor, dass durch ihre Tätigkeit bereits insgesamt 927.000 Kilowattstunden eingespart wurden. Das entspricht dem Jahresverbrauch von rund 265 Haushalten. Dadurch seien auch 385.000 Tonnen CO2 eingespart worden. In den kommenden drei Jahren sollen im gesamten Bundesgebiet weitere 125.000 Haushalte eine Stromspar-Beratung bekommen.

 

Mit Material von Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschland

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