Die 6 häufigsten Teilkaskoschäden in 2015

Die 6 häufigsten Teilkaskoschäden

Glasbruch gehört zu den am häufigsten regulierten Teilkaskoschäden, während Diebstahl von Autoteilen und Fahrzeugen am Schluss landen.

Ohne Kfz-Haftpflicht darf niemand in Deutschland auf den Straßen unterwegs sein. Diese zahlt, wenn Dritte durch einen Unfall zu Schaden kommen. Um das eigene Auto abzusichern, benötigen Autofahrer eine Kaskoversicherung. Die Teilkasko kommt für Schäden durch Fremdeinwirkung auf. Welche Kaskoschäden am häufigsten auftreten und welche Kosten diese verursacht haben, hat der Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft (GDV) ermittelt. Zugelegt haben vor allem Unwetterschäden.

 

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Rangliste der häufigsten Kaskoschäden

1. Platz: Glasbruch

Laut des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft (GDV) ist auch in 2015 Glasbruch der am häufigsten regulierte Schaden. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Anzahl zwar um zwei Prozent verringert, liegt aber weiterhin bei knapp 2,2 Millionen Fällen. Die Versicherer zahlten für diese Schäden über 1,1 Milliarden Euro an die Fahrer – zwei Prozent mehr als noch im letzten Jahr.

 

2. Platz: Naturgewalten

Die Wetterkapriolen nehmen immer mehr zu, worunter Autofahrer nicht selten leiden: Die Anzahl der Sturm-, Hagel- und Blitzschäden ist mit 296.000 im Vergleich zu Glasbrüchen zwar vergleichsweise überschaubar. Zum Vorjahr ist deren Anzahl allerdings im fast 70 Prozent gestiegen, was die Kosten 2015 auf mehr als eine halbe Milliarde Euro klettern ließ.

 

3. und 4. Platz: Wildtiere und Marderbisse

Die Zahl der Wildunfälle ist zwar geringer als die der Naturgewalten, sie haben die Versicherungen aber fast 100 Millionen Euro mehr gekostet (insgesamt 653 Mio.). Auf Platz vier folgen Marderbisse, die besonders ärgerlich sind. Die Tiere denken, bei den Schläuchen handelt es sich um Schlangen und beißen zu. Insgesamt gab es 207.000 regulierte Fälle, die Schäden in Höhe von 63 Millionen Euro verursachten.

 

5.und 6. Platz: Diebstahl von Teilen und Fahrzeugen

Autoradio und Navigationsgerät – das gehört bei vielen Autos heutzutage zur Standardausstattung. Gleichzeitig zieht das die Langfinger an, wodurch Versicherungen insgesamt 117.000 Diebstähle von Autoteilen regulierten und eine Summe von insgesamt 228 Millionen Euro an Autofahrer zahlten.

Vergleichsweise gering ist die Zahl der Fahrzeugdiebstähle mit „nur“ 19.000. Die Schadenssumme beläuft jedoch auf über 290 Millionen Euro, da der Ersatz des kompletten Fahrzeuges deutlich kostenintensiver ist als die Reparatur von kleineren und mittleren Schäden. Im Schnitt haben die Versicherungen dann pro Wagen über 15.200 Euro gezahlt.

 

Dann lohnt sich die Teilkasko gegenüber der Vollkasko

Wenn das Fahrzeug zwischen fünf und zehn Jahren alt ist, dann genügt eine Teilkaskoversicherung in der Regel. Abhängig ist das einerseits vom Restwert des Fahrzeuges: Ist dieser relativ gering, kann die Teilkasko ausreichenden Schutz bieten. Andererseits spielt es eine Rolle, ob man einen „teuren“ Kaskoschaden (wie Diebstahl) ohne weiteres aus der eigenen Tasche zahlen kann.

Hat das Fahrzeug noch einen hohen Restwert (z. B. 18.00 Euro) und würde der Neukauf eines Wagens ein Loch in die Haushaltskasse reißen, ist eine Vollkasko durchaus sinnvoll. Dadurch lässt sich das Fahrzeug für wenige hundert Euro mehr im Jahr vergleichsweise günstig gegen einen Totalschaden absichern. Durch eine günstige SF-Klasse sinkt zudem der Beitrag für die Vollkasko, wodurch diese unter Umständen kaum mehr kostet als der Teilkaskoschutz.

 

 

Mit Material vom GDV

 

Bild: © Andrey Semenov – Fotolia.com

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