TÜV: Permanente Erreichbarkeit per Mail und Handy hat Folgen

Urlaub

So sieht für einige Führungskräfte leider oft der Urlaub aus

Sobald es eine Möglichkeit gibt, den Arbeitnehmer auch während seiner Abwesenheit vom Arbeitsplatz zu kontaktieren, wird sie auch genutzt. Sind Arbeitnehmer ständig für Kollegen oder sogar den Chef erreichbar, dann kann ihre Gesundheit aber Schaden davon nehmen. Wer ein Diensthandy hat, sollte es nicht immer während der Freizeit eingeschaltet lassen. Arbeitsmedizinerin Ulrike Roth vom TÜV Rheinland sieht hierin ein oft falsch verstandenes Pflichtbewusstsein, so die dpa.

 

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Führungskräfte gefährdet

Laut der Expertin sollten vor allem Nicht-Führungskräfte im Urlaub das Telefon abschalten. Für die Vertretung sei ohnehin gesorgt, Anrufe und E-Mails würden in jedem Fall von jemand anderem bearbeitet. Unwichtige Angelegenheiten dürften ruhig warten. Als Führungskraft kommt man um den einen oder anderen Anruf im Urlaub oder nach Feierabend nicht herum, denn sie sind die Entscheider in ihrem Arbeitsfeld. Aus solchen Ausnahmefällen sollte sich allerdings keine Regel entwickeln, weil sonst die psychische Erschöpfung droht. Im schlimmsten Fall droht dem ruhelosen Dauerarbeiter der Burn-out, ein nicht zu unterschätzender Gesundheitsrisiko, das unbedingt ärztlicher Behandlung bedarf, so die TÜV-Expertin.

 

Permanente Erreichbarkeit nimmt zu

Trotz dieser Risiken sind laut einer von der Nachrichtenagentur dpa beauftragten Studie 41 Prozent der Berufstätigen ab 16 Jahren in Deutschland daran gewöhnt, dass Kollegen oder Vorgesetzte sich im Urlaub mit dienstlichen Bitten oder Fragen melden. Roth sieht auch die permanente Erreichbarkeit am Arbeitsplatz als problematisch an. Vor allem Führungskräfte bräuchten Freiräume, denn wenn die Flut an E-Mails, Telefonanrufen und anklopfenden Mitarbeitern auf sie einstürzt, dann steigt die Fehlerquote. Eine Möglichkeit der Entspannung wäre, nur zweimal täglich nach den dienstlichen E-Mails zu schauen. Dringlichere Angelegenheiten würden ohnehin per Telefon geregelt.

 

Mit Material von dpa

Bild © Edyta Pawlowska – Fotolia.com

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