Typklassen 2014: Ein Viertel der Fahrzeugmodelle von Änderungen betroffen

Kfz-Versicherung: Info

Der GDV hat das neue Typklassenverzeichnis für 2014 veröffentlicht. Rund ein Viertel der in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge ist betroffen.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherer (GDV) hat heute die Typklassen 2014 bekanntgegeben. Für rund drei Viertel der Autofahrer (72 Prozent) wird sich hinsichtlich der Typklasse nichts ändern. Lediglich 28 Prozent aller zugelassenen Fahrzeuge werden 2014 neue Typklassen erhalten. Für 13 Prozent verschlechtert sich die Typklasse, für 15 Prozent gibt es eine Verbesserung. Im Kaskobereich erhalten 34 Prozent der teil- und 38 Prozent der vollkaskoversicherten Autos eine neue Risikoeinstufung. Gibt es Veränderungen in der Typklasse, ändert sich entsprechend der Rechnungsbetrag für die Kfz-Versicherung.

 

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Typklassen 2014: Herabstufungen

31 Prozent der Fahrzeuge werden insgesamt im Bereich Teilkaskoversicherung nach unten gestuft. Die gravierendste Veränderung betrifft hier den Chrysler Jeep Grand Cherokee: Der Geländewagen wurde von der Typklasse 28 um drei Klassen in die Typklasse 25 herabgestuft. In der Vollkaskoversicherung verbessern sich 31 Prozent der Fahrzeuge gegenüber dem Vorjahr. Hier hat der Hyundai IX20 die Nase vorn: Mit einem Sprung von Typklasse 22 auf 18 wurde er um vier Klassen heruntergestuft. Ebenfalls um vier Typklassen wurde der Mercedes B-180 im Bereich Kfz-Haftpflicht herabgesetzt: Von Klasse 17 auf 13.

 

Typklassen 2014: Erhöhte Typklassen

Insgesamt werden in der Teilkaskoversicherung drei Prozent der Fahrzeuge höher eingestuft als im Vorjahr. Der Versicherungsbeitrag erhöht sich hier beispielsweise für Halter eines Audi Q7 3.0 TDI: Der sportliche Geländewagen wechselte von Typklasse 25 in 28 und stieg damit um 3 Typklassen auf. In der Vollkaskoversicherung rutschen sieben Prozent der Fahrzeuge nach oben. Der Hyundai 130.4 wurde hier um fünf Typklassen von 17 auf 22 heraufgesetzt. Vier Typklassen wurde im Bereich Kfz-Haftpflichtversicherung der Nissan Juke 1.6 hochgestuft: Er stieg von Klasse 14 in die Typklasse 18 auf.

 

Sonderkündigungsrecht bei Typklassenveränderung

Lässt eine Typklassenänderung den Kfz-Versicherungsbeitrag steigen, haben Versicherte die Möglichkeit, ihren Vertrag außerordentlich zu kündigen, erklärt Daniel Dodt vom Berliner Vergleichsportal TopTarif.de. Kunden können in einem solchen Fall von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und sich nach günstigeren Alternativen umschauen, so der Versicherungsexperte. Unwichtig ist dabei, aus welchem Grund der Versicherer die Beiträge erhöht. Ob infolge einer regulären Preiserhöhung oder infolge einer neuen Risikobewertung in der Typ- oder Regionalklasse: Ein einmonatiges Sonderkündigungsrecht haben Autohalter, wenn entweder in der Kfz-Haftpflicht- oder in der Kaskoversicherung die Preise steigen.

 

Hinweis auf Sonderkündigungsrecht im Rechnungsschreiben

Der Versicherer muss seine Kunden über ein bestehendes Sonderkündigungsrecht informieren – in der Regel findet der Versicherte diesen Hinweis in seinem jährlichen Rechnungsschreiben. Grundsätzlich entspricht die Vertragslaufzeit bei Kfz-Versicherungen zum Großteil einem Kalenderjahr. So werden die meisten Rechnungsschreiben, die die neuen Typklassen für 2014 beinhalten, innerhalb der nächsten Monate an die Kunden versendet – zumeist in einem bestimmten Zeitraum vor Ablauf der Verträge. Dank des Sonderkündigungsrechts müssen Kunden sich im Falle einer Typklassenveränderung nicht an den klassischen Wechselstichtag bei Kfz-Versicherungen, den 30. November, halten.

 

Typklassenerhöhung anhand des Vergleichsbeitrags erkennbar

Allerdings ist es Verbrauchern oft nicht möglich, eine Verteuerung der Kfz-Police infolge einer Typklassenveränderung auch zu erkennen. Die Beitragsberechnung besteht oftmals aus komplizierten Einzelrechnungen, die sich aus vielen verschiedenen Faktoren zusammensetzt. Lässt also eine Typklassenveränderung den Beitrag steigen, kann es vorkommen, dass etwa ein Bonus für unfallfreies Fahren ihn wieder senkt. So kann der Endbetrag gleich bleiben oder sogar niedriger sein als noch im Vorjahr. Auch in einem solchen Fall besteht für Kunden das Sonderkündigungsrecht, betont Dodt. Kunden können eine solche verdeckte Preiserhöhung anhand des Vergleichsbeitrags, den Versicherungen auf dem Beitragsschreiben angeben müssen. An diesem theoretischen Wert lässt sich ersehen, welche Summe im Folgejahr fällig wäre, wenn der Rabatt für unfallfreies Fahren angepasst wird und alle weiteren Faktoren der Rechnung gleich bleiben. Ist dieser Vergleichsbeitrag niedriger als die in der Rechnung ausgewiesenen Kosten für das Folgejahr, liegt eine Preiserhöhung vor. Innerhalb von vier Wochen nach dem Erhalt des Schreibens können Verbraucher dann den Versicherungsvertrag kündigen und zu einem preiswerteren Anbieter wechseln.

 

Erfahren Sie hier mehr zu den Regionalklassen 2014.

Mit Material von GDV

Bild © Birgit Reitz-Hofmann – Fotolia.com

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