Studenten aufgepasst: So viel kostet Strom in Deiner Stadt

Teure Uni-Städte beim Strom im Vergleich

So wie die Miete in manchen Uni-Städten teuer ist, so ist auch der Strompreis des Grundversorgers unterschiedlich hoch.

Studiengebühren, ÖPNV-Ticket, Miete: Studenten haben viele Fixkosten. Die hohen Strompreise drücken noch zusätzlich auf die meist knappe Haushaltskasse. In welchen Uni-Städten Strom besonders teuer ist und wo sich der Wechsel des Anbieters lohnt, zeigt eine Auswertung des Vergleichsportals TopTarif.

Single-Wohnung: In Lüneburg, Frankfurt am Main und Leipzig ist es am teuersten

Die höchsten Strompreise müssen Studenten im niedersächsischen Lüneburg tragen. Ein Verbrauch von 2.000 kWh in der Grundversorgung schlägt hier mit jährlich 732 Euro zu Buche. Auch Studenten in Frankfurt am Main und Leipzig (jeweils 695 Euro) sowie in Berlin (694 Euro) müssen tief in die Tasche greifen. Über vergleichsweise niedrige Stromkosten können sich alleinlebende Studenten in Düsseldorf (590 Euro), Hildesheim (593 Euro), Bonn (595 Euro) und Osnabrück (597 Euro) freuen.

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„Eines gilt aber für alle Studenten: Wer beim Einzug nichts unternimmt, zahlt unnötig drauf“, sagt Arndt Schröder, Geschäftsführer des Vergleichsportals TopTarif. „Denn sobald das erste Mal das Licht angeknipst wird, kommt automatisch ein Vertrag mit dem örtlichen Stromversorger zustande. Und der ist in der Regel teuer.“

Ein Anbieterwechsel kann die Kosten deutlich senken. Studenten, die ihre Haushaltskasse entlasten wollen, haben den größten Erfolg in der Uni-Stadt Augsburg. Hier zählen die Strompreise zwar schon zu den günstigsten, dennoch ist die Preisdifferenz zwischen dem teuren Grundversorgungstarif und dem günstigsten Anbieter mit 245 Euro am größten. Eine große Ersparnis können alleinlebende Studenten auch in Dortmund (236 Euro) und Trier (235 Euro) erzielen. Durchschnittlich sparen Singles in deutschen Uni-Städten 191 Euro, wenn sie aus der Grundversorgung zu einem günstigen Tarif wechseln.

Hohe Ersparnis in Studenten-WGs möglich

In einer Wohngemeinschaft können Studenten die Stromkosten teilen. Pro Kopf fällt die Stromrechnung so meist geringer aus als bei Singles. Mit einem Wechsel des Anbieters steigt auch die Ersparnis: Eine drei- bis vierköpfige WG mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh kann die Kosten in deutschen Uni-Städten durchschnittlich um 397 Euro senken.

Besonders viel kann eine Studenten-WG in Weimar sparen: Sie bezahlt aktuell 1.313 Euro für den örtlichen Grundversorgungstarif. Beim günstigsten Anbieter kostet die gleiche Menge Strom nur 799 Euro. Das entspricht einer Entlastung von fast 515 Euro. Auf den weiteren Plätzen folgen Lüneburg (482 Euro), Berlin (471 Euro) und Dortmund (465 Euro). Wohngemeinschaften in Landau (286 Euro) und Dresden (300 Euro) können ihre Kosten noch um gut ein Viertel senken.

Methodik

Für die vorliegende Auswertung wurden im August die Grundversorgungstarife sowie die günstigsten Tarife für 76 deutsche Universitätsstädte ermittelt. Für einen Single-Haushalt wurde ein durchschnittlicher Jahresverbrauch von 2.000 kWh angenommen – für Wohngemeinschaften 4.000 kWh.

 

Bild: © ciscoripac – Fotolia.com

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