Viele Strompreiserhöhungen 2017 bedeuten höhere Stromkosten

Strompreiserhöhungen 2017 bedeuten höhere Stromkosten

Es wird 2017 viele Strompreiserhöhungen geben, weswegen auf deutsche Haushalte höhere Stromkosten zukommen werden.

Viele Stromkunden bekommen in diesen Tagen ein Schreiben über eine Strompreiserhöhung zugeschickt. Denn eine große Zahl von Stromanbietern hat für das kommende Jahr Strompreiserhöhungen von rund 3,5 Prozent angekündigt. Je nach Ortschaft können die Strompreise sogar bis zu 15 Prozent steigen. In diesem Fall betragen die zusätzlichen Kosten bis zu 189 Euro pro Jahr.

Strompreiserhöhungen bei einem Viertel der Grundversorger

In Deutschland gibt es insgesamt über 800 Grundversorger, die für unterschiedliche Regionen zuständig sind. Sie sind standardmäßig mit der Belieferung der örtlichen Haushalte beauftragt und sind gesetzlich dazu verpflichtet, die unterbrechungsfreie Belieferung mit Strom sicher zu stellen. Rund ein Viertel der regionalen Grundversorger hat für 2017 Strompreiserhöhungen von durchschnittlich 3,5 Prozent angekündigt. Ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 4.000 kWh zahlt künftig durchschnittlich 42 Euro mehr.

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Gibt es denn ausschließlich Strompreiserhöhungen 2017?

Einige wenige Grundversorger stemmen sich jedoch gegen den Trend: Bisher sind 20 Versorger bekannt, die im kommenden Jahr durchschnittlich 2 Prozent weniger von ihren Kunden verlangen. Wer in diesen Gebieten wohnt, kann mit einer Entlastung von 23 Euro pro Jahr rechnen.

Strompreiserhöhungen: Was steckt dahinter?

Der Grund für die Strompreiserhöhungen ist häufig nicht, dass die Versorger einfach mehr Geld verdienen wollen. Da die EEG-Umlage und vielerorts die Gebühren für die Stromnetze gestiegen sind, geben die Versorger diese Erhöhungen einfach weiter. Andere haben klug Strom eingekauft oder wollen besonders viele Neukunden gewinnen und senken daher die Preise.

Was tun bei einer Strompreiserhöhung?

Die Versorger können keine Strompreiserhöhung ohne schriftliche Ankündigung festlegen. Bei den Grundversorgern wird sie per Brief angekündigt. Wer schon einmal den Stromanbieter gewechselt hat oder beim Grundversorger einen Online-Tarif abgeschlossen hat, bei dem die gesamte Kommunikation per Internet erfolgt, kann die Strompreiserhöhung auch per E-Mail mitgeteilt bekommen. In den meisten Fällen muss das sechs Wochen vor der Erhöhung geschehen. Einen Widerspruch gegen die Strompreiserhöhung bringt in den meisten Fällen wenig. Stattdessen ist es besser, sich nach einem günstigeren Stromanbieter umzuschauen.

Soll ich bei einer Strompreiserhöhung mein Sonderkündigungsrecht nutzen?

Wer sich noch nie um einen günstigeren Stromanbieter gekümmert hat und noch in der örtlichen Grundversorgung ist, braucht sich um ein Sonderkündigungsrecht keine Gedanken zu machen, denn der Wechsel ist jederzeit möglich. In diesem Fall kann man sich einfach einen günstigeren Stromanbieter aussuchen und den mit der Kündigung beim bisherigen Versorger beauftragen.

Wer einen Stromtarif mit einer längeren Laufzeit hat, sollte bei einer Strompreiserhöhung vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Das greift zum Zeitpunkt der Strompreiserhöhung. Eine formlose schriftliche Kündigung an den aktuellen Stromanbieter ist in der Regel ausreichend. Dann sollte man sich bei einem neuen Stromanbieter anmelden und angeben, dass der alte Stromvertrag bereits per Sonderkündigungsrecht beendet wurde.

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