Was tun gegen Marderbisse?

Marderbissen und deren Folgen können kostspielig sein.

Was tun gegen Marderbisse? Ein ausreichender Versicherungsschutz hilft bei den Folgekosten, während der Blick unter die Motorhaube vorbeugt.

Beim Kauf eines Gebrauchtwagens sollte zukünftiger Besitzer das Fahrzeug auf Marderschäden untersuchen lassen. Denn der Händler muss das Auto diesbezüglich nicht auf Schäden prüfen. Gerade Folgeschäden von Marderbissen können schnell teuer werden und aus dem Schnäppchen eine kostspielige Investition machen. Verbraucher sollten daher ihre Kfz-Versicherung auf Vordermann bringen und unter Umständen Tierbisse und deren Folgeschäden mit absichern.

 

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Urteil: Händler müssen vorliegende Marderschäden nicht prüfen

Der Händler ist zwar verpflichtet, den Gebrauchtwagen auf Unfallschäden hin zu untersuchen, für Marderschäden gilt das allerdings nicht. So urteilte das Landgericht Aschaffenburg (32 O 216/14). Solange ein vom Marder verursachter Schaden repariert wurde, muss der Händler den Käufer nicht aufklären. Denn ein Marderschaden ist nicht gleichzusetzen mit einem Unfallschaden. Der Grund: Erstere treten nur punktuell auf und ziehen keine weiteren wichtigen Teile des Autos in Mitleidenschaft.

 

Folgeschäden von Marderbissen nicht über jede Versicherung abgedeckt

Bleibt der Marderbiss unentdeckt, kann es für den neuen Besitzer teuer werden. Wenn kein ausreichender Versicherungsschutz besteht, bleibt er auf den Folgekosten sitzen. Seit Jahren gehören Marderschäden mit zu den häufigsten Schäden bei Pkw. Vor allem im Frühjahr und Sommer ist die Gefahr von Marder- respektive Tierbissen am größten.

Wer eine Teil- oder Vollkasko abschließt, ist meist gegen Tierbisse geschützt, aber nicht immer gegen die Folgeschäden. Dabei kostet der Zusatzbaustein kaum mehr: Ein Berliner Autofahrer zahlt für die günstigste Vollkasko mit Komfortschutz im Schnitt nur rund ein Prozent oder 9 Euro mehr im Jahr. Allerdings sollten Autofahrer einen Blick ins Kleingedruckte werfen. Meist ist der Höchstbetrag für Folgeschäden auf bis zu 3.000 Euro pro Schadensfall begrenzt.

 

Was sind Hinweise auf Marderschäden?

Oft treten Marderschäden erst hervor, wenn es bereits zu spät ist: Der Motor macht schlapp oder andere Funktionen sind beeinträchtigt. Hinweise auf gewütete Marder sind beispielsweise eine angenagte Isoliermatte an der Motorhaube oder kleine, dreieckige Bissspuren. Diese entdecken Besitzer meist an gut erreichbaren Kabeln und Schläuchen. Häufig betroffen ist auch der Faltenbalg für Antrieb und Lenkung. Weitere Indizien sind im Übrigen Tierhaare, Tatzenspuren und Fäkalien.

 

Marderangriffe vorbeugen

Am besten ist es, das Auto in einer Garage unterzustellen. Auch wenn ein Marder keinen Schaden anrichtet, können seine Duftstoffe andere Marder aggressiv machen. Daher ist eine regelmäßige Motorwäsche sinnvoll. Außerdem sollten Fahrer öfter einen Blick unter die Motorhaube werfen und alle entsprechenden Teile auf mögliche Bissspuren untersuchen.

 

Methodik

Die Auswertung der Mehrkosten basiert auf einem VW Golf 1.4 TSI BlueMotion (Baujahr 2013). Der 36-jährige Fahrer ist ein Angestellter aus Berlin mit der SF-Klasse 10 und 12.000 km Fahrleistung pro Jahr. Er allein fährt das Fahrzeug. Das Auto wurde mit einer Vollkasko/Teilkasko (Selbstbeteiligung: 300 Euro/150 Euro) und freier Werkstattwahl versichert. Die Berechnung setzt sich aus dem Durchschnitt der 15 günstigsten Versicherer mit Einschluss von Marderbissen und den Tarifen mit Marderbissen inklusive Folgeschäden zusammen.

 

Bild: © Horst Schmidt – Fotolia.com

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