Weihnachtsbeleuchtung: Hohe Stromkosten vorprogrammiert?

Alte Weihnachtsbeleuchtung verursacht hohe Stromkosten

Alte Weihnachtsbeleuchtung verursacht meist hohe Stromkosten, weil noch die alten Glühlämpchen statt moderner LEDs verbaut sind.

Im Advent wird der dunklen Jahreszeit mit jeder Menge Licht entgegengetreten. Viele Menschen zieren ihre Fenster, Balkone und Vorgärten mit den verschiedensten Arten von Lichterketten. Die Stromkosten treten dabei häufig in den Hintergrund. Wer Weihnachtsbeleuchtung mag, macht sich darüber keine großen Gedanken. Aber Achtung: Je nach Lichterkette kann der Stromverbrauch innerhalb von sechs Stunden höher sein, als wenn ein Kühlschrank den ganzen Tag läuft.

 

  • Spare jetzt Stromkosten!



  • eigenen Verbrauch eingeben

Veraltete Weihnachtsbeleuchtung kostet mehrere Euro am Tag

Da die Weihnachtsbeleuchtung sehr selten zum Einsatz kommt, haben viele Menschen noch recht alte Lichterketten mit den früher üblichen Glühlämpchen. Die haben jedoch einen vergleichsweise hohen Stromverbrauch. Eine ältere Baumlichterkette mit 30 Birnen à 3 Watt verbraucht innerhalb von 6 Stunden insgesamt 0,54 Kilowattstunden (kWh). Ein moderner Kühlschrank mit guter Energieeffizienz (Klasse A++) verbraucht innerhalb eines ganzen Tages jedoch nur durchschnittlich 0,43 kWh.

 

Rechenbeispiel für veraltete Weihnachtsbeleuchtung

Wenn die oben beschriebene Lichterkette zwischen dem 1. Advent und dem 6. Januar jeden Tag 6 Stunden brennt, liegt der gesamte Stromverbrauch bei 22,68 kWh. Bei einem durchschnittlichen Strompreis von 29 Cent pro kWh kommen so knapp 7 Euro zusammen – pro Lichterkette. Brennt die Kette die ganze Nacht hindurch und kommt so auf 12 Stunden täglich, steigen die Kosten auf bis zu 13 Euro. Werden mehrere Lichterketten betrieben, kommt so ein ganzer Batzen Geld zusammen.

 

Stromverbrauch der Weihnachtsbeleuchtung mit LEDs um 90 Prozent senken

Doch es geht auch billiger. LED-Weihnachtsschmuck ist zwar in der Anschaffung teurer, doch der Energieverbrauch sinkt im Vergleich zu herkömmlichen Beleuchtungselementen um bis zu 90 Prozent. Denn eine einzelne LED-Kerze liegt häufig oft nur im Bereich von 0,1 Watt. Für die eine Baumlichterkette der gleichen Art ergibt sich im selben Zeitraum dann nur noch ein Stromverbrauch von 0,756 kWh. Damit sinken die Kosten für die Weihnachtsbeleuchtung auf 22 Cent je Lichterkette.

Das bedeutet im Umkehrschluss: Für den Stromverbrauch einer alten Lichterkette können 30 Bäume mit LED-Lichterketten beleuchtet werden, oder eine einzelne LED-Lichterkette könnte 315 Tage lang ununterbrochen leuchten.

„Niemand sollte in der Weihnachtszeit auf die Festbeleuchtung verzichten. Wer moderne LED-Lichter nutzt, kann ruhigen Gewissens auch eine zweite Lichterkette aufhängen. Zudem ist die Lebensdauer von LED-Lampen etwa 100 Mal höher, wodurch der etwas höhere Anschaffungspreis relativ schnell wieder ausgeglichen werden kann“, sagt Dr. Arnd Schröder, Geschäftsführer von TopTarif.

 

Kosten für Weihnachtsbeleuchtung noch weiter senken

Eine gute Möglichkeit, die Laufzeit der Weihnachtsbeleuchtung zu begrenzen, sind Zeitschaltuhren. So leuchtet der Weihnachtsschmuck nicht die ganze Nacht hindurch und man muss nicht jeden Abend daran denken.

Der Wechsel zu LED-Lampen kann auch in anderen Bereichen die Stromkosten noch einmal deutlich senken, da sie viel effizienter arbeiten als die herkömmlichen Energiesparlampen.

Nicht zuletzt können die Stromkosten noch mit der Auswahl des richtigen Stromanbieters gesenkt werden. Hier sind durchschnittlich 37 Prozent Einsparung drin. Ein Haushalt mit einem Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden zahlt aktuell 1.213 Euro im teuren Grundversorgungstarif. Beim günstigsten Anbieter werden pro Jahr nur 767 Euro fällig. Das entspricht einer jährlichen Entlastung von 446 Euro.

 

Bild: © Daniel Hurst – Fotolia.com

keine weiteren Kommentare mglich.