Welche Geschwindigkeit ist für Streaming notwendig?

Online-Streaming erfordert eine ausreichend schnelle Internetverbindung.

Was ist der richtige DSL-Anschluss für Video-Streaming?

Jeder dritte Deutsche nutzt Video-Streaming, um Filme oder Serien zu schauen (Yougov-Umfrage). Die Inhalte werden dabei direkt von Online-Videotheken wie Netflix oder Amazon bezogen. Auch TV-Streaming über Dienste wie Zattoo oder Wuaki.tv werden immer beliebter. Die Qualität der gestreamten Inhalte ist dabei maßgeblich abhängig von der Geschwindigkeit der verfügbaren Internetverbindung. 16 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) sollte der genutzte Internetanschluss mindestens mitbringen.

 

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Welche Internetgeschwindigkeit wird wann benötigt?

6 Mbit/s: Nicht jeder Haushalt braucht unbedingt eine Highspeed-Verbindung. Wer alleine lebt und lediglich surft, mailt und am Computer Musik streamt, kommt mit einer geringen Bandbreite von 6 Mbit/s aus.

16 Mbit/s: Wer TV- oder Videoinhalte streamt braucht mehr Geschwindigkeit. Für eine flüssige Vorführung sollten es schon 16 Mbit/s sein. Ein Film in guter Bildqualität benötigt dann schon fast die komplette verfügbare Bandbreite. Eine 16.000-Verbindung stellt daher die Mindestanforderung fürs Videostreaming dar.

25 Mbit/s: Wer Fernsehen und Filme in HD- oder UHD-Qualität schauen möchte, sollte grundsätzlich mehr als 16 Mbit/s einplanen. Auch für Wohngemeinschaften oder Familien reichen 16-Mbit-Tarife nicht aus, um störungsfrei umfangreiche Internetanwendungen zu nutzen. Sind alle Nutzer gleichzeitig online, verteilt sich das verfügbare Signal entsprechend auf alle Geräte: Laptop, Smartphone, Tablet, Fernseher. Da kann die Bandbreite schnell knapp werden.

50 Mbit/s: Der Geschwindigkeitsbedarf steigt, wenn viele datenintensive Anwendungen genutzt werden. Dazu gehören umfangreiche Up- und Downloads, regelmäßige Online-Spiele und gleichzeitige Multimedia-Anwendungen.

100 Mbit/s: Treffen derartige Szenarien auf mehrere Nutzer derselben Internetverbindung zu, sollte die Bandbreite weiter erhöht werden. Mit einem Bedarf von 100 Mbit/s oder mehr müsste dann gerechnet werden.

 

Was kann die Internetverbindung verlangsamen?

Bandbreite wird unter Nutzern aufgeteilt

Verbraucher sollten beachten, dass die verfügbare Datengeschwindigkeit abnehmen kann, wenn mehrere Personen über eine Internetleitung surfen. Das gilt vor allem für Empfänger von Kabelinternet. Auch wer gleichzeitig Online-Serien schaut und mit dem Smartphone in sozialen Netzwerken Bilder oder Videos lädt, verliert an Speed. Generell gilt: Je mehr Geräte und Anwendungen mit dem Internet verbunden sind, desto höher sollte die Bandbreite sein.

Geschwindigkeitsverlust einplanen

Nicht immer kommt die vom Anbieter versprochene Surfgeschwindigkeit auch in vollem Umfang zu Hause an. Streaming-Nutzer sollten einen gewissen Geschwindigkeitsverlust einplanen und einen entsprechend schnellen Anschluss buchen.

Mit Speedtest tatsächliche Bandbreite ermitteln

Geringe Abweichungen sind technisch bedingt immer gegeben. Wie hoch die eigene Bandbreite tatsächlich ist, kann ein Speedtest zeigen. Solche kostenfreien Tests finden Nutzer online. An einer langsamen Internetleitung ist nicht automatisch der Provider Schuld. Meistens sind mehrere Faktoren verantwortlich, wie etwa auch der Zustand der Leitungen, die Software oder das Endgerät.

Weitere Faktoren beachten

Die Geschwindigkeit von WLAN-Netzen ist zudem oft geringer als die über eine Kabel-Verbindung. Hinzu kommt, dass immer das langsamste Gerät im Netzwerk das Tempo vorgibt. Alle anderen Geräte passen sich an diese Geschwindigkeit an. Wer also mit einem alten Smartphone surft, drosselt den Speed des ganzen Netzes. Auch Tag und Uhrzeit können eine Rolle spielen. Wenn zu einer bestimmten Zeit sehr viele Anwender eines Verteilerbereichs gleichzeitig datenintensive Dienste nutzen, schränkt das die Geschwindigkeit bei jedem Einzelnen ein.

 

Maximal-Geschwindigkeiten in Deutschland

Üblicherweise werden Internetverbindungen in Deutschland mit einer Leistung von 6 bis 400 Mbit/s angeboten. Über Kabelverbindungen sind punktuell Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 500 Mbit/s verfügbar. In Städten und Ballungsgebieten herrscht meist eine gute Netzinfrastruktur, die Highspeed-Tarife ermöglicht. Das ist in dünn besiedelten Gebieten und auf dem Land oft nicht gegeben. Verbraucher sollten deshalb am besten vor dem Abschluss eines Internettarifs einen Verfügbarkeitstest durchführen. Der Test zeigt, welche Anbieter welche Geschwindigkeiten an der eigenen Adresse anbieten.

 

Bild: © Joachim B. Albers – Fotolia.com

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