Welche Versicherung haftet im Urlaub bei Diebstahl?

Welche Versicherung haftet im Urlaub? Bereits die Hausrat bietet einen ausreichenden Schutz auf Reisen.Welche Versicherung haftet im Urlaub?

Urlaub heißt, sich zu entspannen und zu erholen. Doch damit kann schnell Schluss sein, wenn Langfinger die Geldbörse, wichtige Reiseunterlagen oder die Pässe klauen. Der Schreck ist auch groß, wenn das eigene Gepäck nicht am Zielflughafen ankommt. Gegen solche Widrigkeiten sind Urlauber in der Regel bereit mit einer Hausratversicherung gut abgesichert.

 

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Auf Reisen gut versichert

Die Hausratversicherung springt nicht nur bei Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Diebstahl und Vandalismus in den eigenen vier Wänden ein. Dank der sogenannten Außenversicherung schütz sie auch das persönliche Hab und Gut weltweit. Neben dem Reisegepäck gehören auch die Kleidung sowie Smartphone, Tablet und Co dazu. Deswegen ist eine separate Reisegepäckversicherung meist nicht notwendig. Keine Haftung übernimmt die Hausrat allerdings, wenn das Gepäck unbeaufsichtigt in Gepäckräumen steht – oder in nicht abschließbaren Räumen.

 

Diese Einschränkungen sind zu beachten

Eine Beschränkung der Außenversicherung ist folgende: Oft ist die Reisezeit auf maximal drei Monate begrenzt. Das genügt aber häufig für den Jahresurlaub, Wochenendausflüge und Kurztrips. Mit eingeschlossen sind ebenso Geschäftsreisen.

 

Nicht abgedeckt ist einfacher Diebstahl. Wenn zum Beispiel Diebe das Smartphone aus der Tasche an der Garderobe klauen oder Unbekannte Wertgegenstände aus dem Hotelzimmer entwenden, weil diese offen herumlagen. Urlauber sollten daher den Zimmer- oder noch besser den Hotelsafe an der Rezeption nutzen.

 

Die Deckungssumme der Außenversicherung ist begrenzt, entweder durch eine pauschale Summe oder auf zehn Prozent der Gesamtversicherungssumme. Bei den empfohlenen fünf Millionen Euro sind das immerhin 500.000 Euro, die mehr als ausreichend sind. Wer noch einen alten Vertrag hat, sollte diesen prüfen und ihn auf Vordermann bringen oder die Versicherung wechseln.

 

Das ist bei Diebstahl im Urlaub zu tun

Zu allererst ist der Diebstahl der Polizei und dem Hotel zu melden. Mögliche Einbruchspuren sollten Reisende dokumentieren und außerdem eine Stehlgutliste erstellen. Diese listet alle geklauten Gegenstände auf. Danach sollte die Versicherung informiert werden, die in der Regel eine Kopie der Polizeianzeige verlangt.

 

Beim Diebstahl der Reisedokumente wie Pässe und Flugtickets, wenden sich Urlauber am besten an den Reiseveranstalter beziehungsweise die Deutsche Botschaft oder das Konsulat. Sinnvoll ist es, vor dem Antritt der Reise eine Kopie der Dokumente anzufertigen und beide getrennt voneinander aufzubewahren. So gibt es im Fall der Fälle schneller Ersatz. Giro- und Kreditkarten sollte man bei Verlust umgehend beim jeweiligen Anbieter sperren lassen. Die zentrale Sperr-Nummer aus dem Ausland lautet: +49 116 116.

 

Haften Hotels?

In Deutschland haften Hotelbetreiber während der Beherbergung ihrer Gäste für einen Diebstahl. Allerdings liegt die Höchstgrenze für Entschädigungen bei 3.500 Euro – Bargeld oder Schmuck werden meist nur bis 800 Euro ersetzt. Gleiches gilt für Wertgegenstände, die aus dem Zimmersafe gestohlen werden.

 

Wird jedoch etwas aus dem Safe der Rezeption geklaut, muss der Hotelbetreiber in vollem Umfang dafür geradestehen. Hotelbesucher sollten sich daher eine Quittung aushändigen lassen, wenn sie etwas im Rezeptionssafe verstaut haben. Im EU-Ausland gibt es unterschiedliche Regelungen, die sich immer am geltenden Recht orientieren.

 

Bild: © Alex Hagmann – Fotolia.com

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