Wie lange Verbraucher Kontoauszüge aufbewahren müssen

Kontoauszüge aufbewahren: Eine Archivierung von mindestens drei Jahren ist sinnvoll.

Kontoauszüge aufbewahren: Eine Archivierung von mindestens drei Jahren ist sinnvoll.

In zahlreichen Haushalten finden sich dicke Ordner mit den gesammelten Kontoauszügen vieler Jahre. Dabei sind Privatpersonen oft überhaupt nicht verpflichtet, die Belege aufzuheben. Sinnvoll ist das jedoch allemal – zumindest für einen gewissen Zeitraum. In manchen Fällen besteht auch eine Aufbewahrungspflicht. Wir erklären, wer seine Kontoauszüge aufbewahren muss und wie lange dies nötig beziehungsweise sinnvoll ist. In manchen Fällen reicht der bloße Ausdruck eines digitalen Kontoauszugs zum Nachweis der Umsätze übrigens nicht aus.

 

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Wann Privatpersonen Kontoauszüge aufbewahren müssen

Selbstständige, die zur Buchhaltung verpflichtet sind, müssen die Belege ihrer Geschäftskonten 10 Jahre lang aufbewahren. Für Privatpersonen existiert keine generelle Archivierungspflicht. Lediglich die Zahlungsbelege für Handwerker- und Dienstleistungen rund um Haus und Grundstück müssen für einen Zeitraum von zwei Jahre vorgehalten werden.

Die Frist beginnt am Ende des jeweiligen Jahres. Einen Auszug mit der Zahlung einer Dachdeckerrechnung aus dem März 2018 müssen Verbraucher also bis Ende 2020 aufbewahren. Diese Pflicht soll sicherstellen, dass Finanzämter bei Bedarf die korrekte Ausweisung der Umsatzsteuer durch das Handwerksunternehmen nachvollziehen können.

 

Besondere Nachweispflichten bei sehr hohen Einkünften

Besondere Dokumentationspflichten gelten für Personen mit jährlichen Einkünften von über 500.000 Euro. Sie müssen ihre Bankbelege sechs Jahre lang aufheben. Bei digitalen Auszügen reicht der Ausdruck allein als Nachweis nicht aus. Auch die zugrundeliegende Datei muss gespeichert bleiben. Bei Privatpersonen mit Einkünften unter 500.000 Euro reicht den Finanzämtern hingegen in der Regel der Ausdruck.

 

Kontoauszüge mindestens drei Jahre lang aufbewahren

Unabhängig von einer gesetzlichen Pflicht sind Verbraucher gut beraten, Ihre Kontoauszüge für einen gewissen Zeitraum aufzubewahren. Sie sollten alle Zahlungen, die steuerlich geltend gemacht werden, mindestens bis zum Erhalt des Bescheids beziehungsweise bis zum Ablauf der einmonatigen Widerspruchsfrist belegen können.

Darüber hinaus ist es sinnvoll, sich bei der Archivierung an der gesetzlichen Verjährungsfrist zu orientieren. Forderungen aus Alltagsgeschäften verjähren laut Bürgerlichem Gesetzbuch nach drei Jahren – beginnend am Ende des Jahres, in dem die Zahlung geleistet oder fällig wurde. Bis zur Verjährung etwaiger Nachforderungen ist es ratsam, Zahlungen im Streitfall zweifelsfrei nachweisen zu können. Weil für Handwerkerleistungen ein gesetzlicher Gewährleistungsanspruch von fünf Jahren besteht, kann hier sogar eine längere Archivierung ratsam sein

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